Digitales Handelsmarketing

Modehandel: Stationäre Händler müssen online sichtbar sein

Ein Vergleich der Offerista Group zeigt: Der Anteil der Händler mit Kundenverlusten verdoppelte sich zwischen 2011 und 2018 auf 74 Prozent. Die Offerista Group rät Händlern dazu, ihre digitale Präsenz zu steigern.

Die Offerista Group, die auf digitales Handelsmarketing spezialisiert ist, hat die Anteile der Modehändler mit Rückgang der Kundenfrequenz in den Jahren 2011 bis 2018 verglichen. In nur sieben Jahren hat sich der Anteil fast verdoppelt. Gaben für 2011 noch 38 Prozent der Händler an, weniger Kunden in den Geschäften gehabt zu haben, waren es 2018 bereits 74 Prozent (Quelle: BTE Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels e.V.).

Digitale Präsenz

Um für Kunden attraktiver zu werden empfiehlt auch der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels BTE dem Modehandel, seine Sortimente im Internet noch wahrnehmbarer zu machen. Die Notwendigkeit von digitalem Handelsmarketing haben offenbar viele Modefachhändler schon erkannt. Laut der aktuellen BTE-Frühjahrsumfrage steht digitale Werbung ganz oben auf ihrer To-do-Liste. Auf einer Skala von 1 (keine Investitionen/Anstrengungen) bis 10 (große Investitionen/Anstrengungen) bewerteten die Händler dieses Thema und Mitarbeiterqualifizierung mit jeweils 5,1 am höchsten.

Online-Suche als erster Schritt

Für viele Verbraucher, die Fashion-Produkte finden möchten, ist die Online-Suche der erste Schritt. Oft steht Google hier als Informationsquelle für den Modekauf ganz vorn. Nicht selten münden diese Suchanfragen auch in Online-Käufen bei reinen Internethändlern.

Print-Werbung sei wenig effizient

Deswegen empfiehlt die Offerista Group stationären Händlern im Internet besser sichtbar zu sein: „Die Angebotskommunikation von Modegeschäften ist oft noch weitestgehend auf Printprospekte und klassische Werbung ausgerichtet, obwohl sie neue Kunden eher digital erreichen können. Auch solche, die nie eine gedruckte Werbung lesen.”
Laut einer Umfrage im Publisher-Netzwerk der Offerista Group erreichen Händler mit digitaler Angebotskommunikation andere Leser, als mit Print-Prospekten. Mit 36 Prozent wohnen mehr als ein Drittel der Nutzer außerhalb von Printverteilgebieten, 13 Prozent verweigern die Haushaltswerbung in ihren Briefkästen und 31 Prozent lesen Angebote ausschließlich online, trotzdem sie gedruckte Wochenangebote erhalten.

Mara Mechmann / 25.06.2019 - 10:43 Uhr

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