Nachhaltigkeit

Bonprix setzt verstärkt auf nachhaltige Produkte

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Das Hamburger Modeunternehmen Bonprix erhöht die Ordermenge von Cotton made in Africa-Baumwolle auf über 75% und internationalisiert sein Kennzeichnungslabel für nachhaltige Produkte.

Bonprix baut sein Angebot an Mode und Home & Living-Produkten aus nachhaltigen Materialien aus und erhöht den Anteil von „Cotton made in Africa“-Baumwolle auf über 75%, teilt das Tochterunternehmen der Otto Group mit. Heute erfülle zum Beispiel bereits fast jedes zweite Bonprix-Textil die Kriterien für ein nachhaltiges Produkt, heißt es seitens Bonprix. Für die Kundinnen seien die entsprechenden Artikel im Webshop durch das Label ’Nachhaltiges Produkt‘ beziehungsweise ’Sustainable Product‘ gekennzeichnet, das jetzt in 14 weiteren Ländern eingeführt wird.

Die Kundinnen schützen die Umwelt und unterstützen die Menschen in den Anbauregionen oder enthalten zu einem Mindestanteil folgende nachhaltige Materialien: Bio-Baumwolle (GOTS- oder OCS-zertifiziert), recycelte Materialien (GRS-zertifiziert) wie beispielsweise recycelte Baumwolle oder recycelter Polyester oder auch Tencel und FSC-zertifiziertes Holz und Cotton made in Africa (CmiA).

Begleitet wird die internationale Einführung des Kennzeichnungslabels durch kommunikative Maßnahmen, die ab dem 5. April das CR-Engagement von Bonprix stärker in den Fokus rücken. 

Über Plan: mehr als 75% der Baumwolle aus nachhaltigem Anbau

Der größte Anteil nachhaltiger Produkte ist bei Bonprix ’Cotton made in Africa‘-gelabelt. Schon heute sei der Modeanbieter der größte Partner der Initiative, die sich für den umweltfreundlichen Anbau von Baumwolle sowie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für afrikanische Kleinbauern einsetzt. Der nun ermittelte Anteil an CmiA-Baumwolle an der insgesamt nachgefragten Menge Baumwolle lag für Bonprix im Jahr 2017 über der eigenen Zielsetzung bereits bei 76%.

Dies entspreche etwa 47 Mio. Teilen und etwas mehr als 14.500 Tonnen Baumwolle. Im Vergleich zum globalen Durchschnitt werden beim Anbau von CmiA-Baumwolle mehr als 2.100 Liter Wasser pro Kilogramm Baumwolle eingespart (Quelle: PE International), da für die Bewässerung nur Regenwasser zum Einsatz kommt. Bonprix konnte daher im vergangenen Jahr durch den Erwerb von CmiA-Baumwolle rund 30,5 Mrd. Liter Wasser einsparen. Das würde in etwa dem Jahresverbrauch einer Großstadt mit rund 680.000 Einwohnern, größer als beispielsweise Stuttgart, entsprechen. In diesem Jahr plant Bonprix, den Anteil auf fast 90% zu erhöhen und ihn bis 2020 auf 100% zu steigern.

Mehr Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Neben nachhaltiger Mode bietet das Hamburger Modeunternehmen zudem ein Sortiment an umweltfreundlich produzierten Home & Living-Artikeln an. In 2017 hatte Bonprix 550 Möbelartikel aus nachhaltiger Forstwirtschaft im Angebot. Bei insgesamt 650 Möbelartikeln macht das einen Anteil von 85% aus. 

Langfristiges Engagement für Nachhaltigkeit

Der Ausbau nachhaltiger Produkte ist eine Säule der CR-Strategie von Bonprix. Sie ergänzt das bisherige CR-Engagement des Unternehmens, das die Nachhaltigkeitsziele der Otto Group verfolgt. „Unsere Kundinnen interessieren sich zunehmend dafür, was hinter der Marke und der Mode steht. Deswegen haben wir uns ganz bewusst entschieden, nachhaltige Produkte prominenter in unseren Webshops und in der Kundenkommunikation auszuloben und werden das Engagement weiter ausbauen“, erklärt Rien Jansen, der als Geschäftsführer Einkauf, Marketing und Retail verantwortlich für die CR-Strategie und deren Umsetzung ist. 

Weitere Schwerpunkte der CR-Strategie liegen im Bereich Prozesse und Partnerschaften. Informationen zur Bonprix CR-Strategie und dem Ansatz ’How we ‘ finden Kundinnen und Interessierte auf einer eigenen CR-Website

Michael Frantze / 13.04.2018 - 07:57 Uhr

Michael Frantze / 13.04.2018 - 07:57 Uhr

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