Einzelhandel

Diebstahl: Das sind die Klauhochburgen der Ladendiebe

Die Klauhochburgen der Ladendiebe heißen Flensburg, Saarbrücken, Dortmund, Heidelberg, Hannover, Magdeburg, Bremerhaven, Berlin, Trier und Leipzig. In diesen Städten werden nach einer Studie des Verbraucherportals billiger.de die meisten Ladendiebstähle begangen.

Absolute Hochburg des Ladendiebstahls ist in Deutschland Flensburg. Hoch im Norden verzeichneten die Behörden 1.308 Diebstähle je 100.000 Einwohner. Im Jahr 2015 waren es in Summe 1.108 Straftaten (+174 Delikte gegenüber 2014). 

Studie - Ladendiebstähle in Deutschland (Grafik: Billiger.de)

Mit 1.150 Diebstählen pro 100.000 Einwohner belegt Saarbrücken (gesamt: 2.035 angezeigte Diebstähle) den zweiten Platz. Es folgt der Vorjahres-Erste Dortmund mit einer Quote von 1.139 je 100.000 Einwohner (6.613 absolut, -260 Delikte) und Heidelberg mit 1.083  Diebstählen im  Einzelhandel je 100.000 Einwohner (1.675 absolut, +402  Delikte). Damit führt die Stadt an der deutsch-dänischen Grenze das deutsche Ranking der Städte mit den höchsten Ladendiebstahlsquoten an.

Studie - Ladendiebstähle in Deutschland (Grafik: Billiger.de)

Klauarme Städte in Deutschland

Deutschland ist aber nicht nur ein Land, in welchem sich immer mehr Langfinger breit machen. Zu den relativ sicheren Städten gehören unter anderem: Speyer, Bayreuth, Leverkusen, Fürth, Kempten, Ingolstadt oder Mülheim an der Ruhr. Gemessen an der Einwohnerzahl ereignen sich in  diesen Städten die wenigsten Ladendiebstähle. So hat Speyer mit „nur“ 241 Delikten je 100.000 Einwohner – statistisch betrachtet – die wenigsten Delikte im Vergleich. Selbst Erlangen mit 632 Anzeigen je 100.000 Einwohner zählt noch zum Bereich „Sicherer Einzelhandel“.

Nur 57% der Ladendiebe wohnen in Deutschland

Nur 57% aller ermittelten Tatverdächtigen haben ihren Wohnsitz in Deutschland. Erhoben wird allerdings nicht, ob es einen Migrationshintergrund gibt. Aus Ost- und Südosteuropa (u.a. Rumänien, Polen, Albanien, Serbien und Kosovo) stammen immerhin 24% der Tatverdächtigen. Gefasste Diebe aus  Nordafrika, dem  Maghreb (u.a. Algerien, Tunesien, Ägypten  und  der Levante (u.a. Syrien, Libanon, Israel, Jordanien und Irak) machen weitere sechs Prozent aus. 2,5% kommen aus den Ländern des Kaukasus und 1,5% haben den Wohnsitz in der Türkei.

Ebenfalls  eine  Erkenntnis 

Organisierte Banden werden immer mehr zu einem  Problem. Die offenen Grenzen des Schengener Abkommens sorgen dafür, dass diese Tätergruppen ohne Probleme einreisen und wieder verschwinden können.

Betrachtet man das Alter, so lassen sich folgende Zahlen festhalten: Kinder unter 14 Jahren machen sieben Prozent der ermittelten Tatverdächtigen aus, Jugendliche von 14 bis unter  18 Jahren 14% der Tatverdächtigen, 18 bis unter 30 Jahre 29%, 30 bis unter 60 Jahre 38%, über 60 Jahre 12%.

Was wird geklaut?

Neben Parfüms, Kosmetik, Spirituosen, Tabakwaren und Kleidung werden aber auch gerne Rasierklingen oder  Brillen, Modeschmuck, Speicherkarten, Spielzeug, Süßigkeiten,   Smartphones und Schuhe beziehungsweise Turnschuhe gestohlen.

Michael Frantze / 31.01.2017 - 10:42 Uhr

Michael Frantze / 31.01.2017 - 10:42 Uhr

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