Halbjahreszahlen 2017

Investitionen drücken Zalando-Gewinn

Zalando-CEO Rubin Ritter (Foto: Zalando)
Zalando-CEO Rubin Ritter (Foto: Zalando)

Zalando gab seine Zahlen für das erste Halbjahr bekannt. Demnach hat der Berliner Online-Modehändler den Umsatz um 21,5% auf 2,08 Mrd. Euro gesteigert. Für das Gesamtjahr 2017 strebt Zalando ein Umsatzwachstum von 20% bis 25% an. Auf schuhkurier-Nachfrage äußerte sich das Unternehmen auch zur Kooperation mit schuhe.de

„Wir sind davon überzeugt, dass Wachstum die richtige Strategie für uns ist, den Unternehmenswert von Zalando zu steigern. Unsere Jahresprognose unterstreicht unseren Fokus auf Wachstum bei gleichzeitig solider Profitabilität“, sagte Co-CEO Rubin Ritter. Es sei in der Vergangenheit lediglich in einem Quartal nicht gelungen, planmäßig zu zuzulegen. 

Aus dem Zahlenwerk von Zalando geht hervor, dass das E-Commerce-Unternehmen ein bereinigtes EBIT auf Vorjahresniveau in Höhe von 102,1 Mio. Euro erzielt hat, was einer Marge von 4,9% entspricht. Im Vorjahreszeitraum betrug die Marge noch 5,9%.

Unterm Strich erwirtschaftete Zalando im ersten Halbjahr 2017 einen Nettogewinn von 52,6 Mio. Euro. Damit liegt der Schuh- und Modehändler gegenüber 55,5 Mio. Euro im Vorjahr um 5,3% zurück.

Für das Gesamtjahr rechnet Zalando mit einem Umsatzwachstum in der oberen Hälfte der 20 bis 25% Spanne und einer bereinigten EBIT-Marge in der unteren Hälfte der 5 bis 6% Spanne.

Ausbau der europäischen Logistiknetzwerkes mit weiteren Standorten

Im Rahmen seiner anhaltenden Wachstumsinvestitionen plant Zalando den weiteren Ausbau seines europäischen Logistiknetzwerkes mit zwei großen Logistikzentren in Polen und Italien. Zalando verfügt bereits über ähnlich große Standorte in Erfurt, Mönchengladbach und Lahr sowie in Gryfino bei Stettin (Polen), der im dritten Quartal 2017 in Betrieb genommen wird. Ergänzt werden die Hauptstandorte durch einen kleineren Logistikstandort in Brieselang bei Berlin, sowie lokale Logistikzentren in Stradella bei Mailand, Moissy-Cramayel bei Paris und zum Jahresende auch in Brunna bei Stockholm.

Der Logistik-Bereich ist Teil einer Wachstumsstrategie auf drei Säulen, die neben der Infrastruktur auch den Verbraucherbereich umfasst sowie den Ausbau der Partnerschaft mit Marken. Inzwischen seien zahlreiche weitere Marken angeschlossen, etwa Fila und Toms, aber auch die H&M-Brand Weekday. Aktuell seien außerdem 14 stationäre Geschäfte angeschlossen. 

Ferner teilt Zalando mit, dass sich der Investitionsaufwand im ersten Halbjahr 2017 ohne Unternehmenszukäufe auf 130 Mio. Euro belief, wobei überwiegend in Infrastruktur und selbst entwickelte Software investiert wurde. Zalando peilt für das Gesamtjahr Investitionsausgaben ohne Unternehmenszukäufe in Höhe von rund 250 Mio. Euro an.

Kooperation mit schuhe.de „dient der Kundenzufriedenheit“

Auf schuhkurier-Nachfrage äußerte sich das Unternehmen auch zur Kooperation mit schuhe.de. „In Kürze“ soll diese starten. „Unsere Vision ist es, eine Plattform zu sein, die alle Akteure in der Modewelt verbindet“, teilt Zalando mit. 

„Wir werden unser bestehendes Netzwerk an Modepartnern in Zukunft weiter ausbauen, von kleinen Boutiquen bis hin zu großen Marken und Händlern, um unseren Kunden damit eine noch größere und flexiblere Auswahl zu bieten. Mit diesem Netzwerk, das schuhe.de/ANWR mitbringt, können unsere Kunden innerhalb unseres Integrated Commerce Ansatzes auf lange Frist gesehen von weiteren Services wie einer standortbasierten Auswahl des Händlers oder Same-Day-Delivery profitieren.“ 


Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres legt Zalando am 7. November 2017 vor.

Michael Frantze/Petra Salewski / 10.08.2017 - 09:19 Uhr

Michael Frantze/Petra Salewski / 10.08.2017 - 09:19 Uhr

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