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Neuer Minimalismus: Kleiderschrank ausmisten

Regelmäßig den Kleiderschrank entrümpeln – das soll befreiend wirken und das eigene Stil-Empfinden schärfen. (Foto: unsplash)

Derzeit dreht sich alles um modischen Individualismus. Der persönliche Stil steht dabei im Vordergrund. Wenige Stücke, perfekt auf den eigenen Look abgestimmt – so die Grundidee.

Der Kleiderschrank vieler Frauen entspricht dem folgenden Bild: Viel Kleidung, mehr oder weniger gut sortiert. Trendteile werden bunt mit zeitlosen Klassikern gemischt. Ganz wichtig ist außerdem die Lieblingsjeans, in die man schon seit gefühlt zehn Jahren nicht mehr passt, die aber ganz ganz sicher bald wieder wie angegossen sitzt und das schillernde Party-Dress, wofür sich weder der geeignete Anlass, noch der passende Gesamt-Look bietet. Aktuell durchzieht ein neuer Minimalismus-Trend den Mode-Kosmos. Alles soll reduziert werden, der Look soll sich durch eine überschaubare Auswahl besser zu ihren TrägerInnen passen. Bücher und Blogs geben Ratschläge, wie man seine Garderobe stilistisch umgestaltet und alles läuft auf einen Konsens hinaus: Es muss so manches in die Mülltonne oder die örtlichen Kleiderspende-Container wandern! Ganz hippe Magazine nennen den neuen Trend übrigens ’Wardrobe Detox‘. Das geht dann wohl einher mit dem Detox-Trend auf Ernährungsebene oder dem ’Digital Detox‘, der vor einer reizüberfluteten, virtuellen Welt bewahren soll. I love shoes nennt es ganz klassisch: Ausmisten, wegwerfen oder entrümpeln. Und wie man den Step in Richtung einer klar definierten Garderobe endlich bewerkstelligt bekommt, soll in diesem Artikel näher beleuchtet werden. Die Tipps können Sie auch an Ihre Kunden, die auf der Suche nach ihrem persönlichen Stil sind, weitergeben. Schuhe lassen sich hervorragend auf den Look abstimmen. Und selbst wenn man sich dann beim Kauf für das zehnte schlichte Paar High-Heels entscheidet, unterstreicht man damit eben am besten seinen individuellen modischen Ausdruck, fühlt sich wohl und muss sich nicht gezwungenermaßen mit den knallbunten Retro-Sneakern anfreunden, nur weil sie eben gerade Trend sind.

Die Message also: Es muss zu Ihnen passen.

Passt das noch zu mir?

Die wichtigste Kernfrage bei jedem Kleidungsstück sollte lauten: Passt das noch zu mir? Zum einen ist an dieser Stelle natürlich die eigentliche Passform relevant. Ist das Top zu klein und kriegt man die Jeans nur noch mit Mühe und Not über die Oberschenkel gezogen, sollten diese Stücke nicht unnötigerweise aufbewahrt werden. Das macht nur schlechte Laune, denn anders als diverse Ratgeber versprechen dient die Jeans von damals in einer sportlichen 34/XS nicht der Motivations-Steigerung, sondern wird eher zum Frust-Objekt. Außerdem: Sollte die harte Diät und der anstrengende Sport dann zu Erfolgen führen, wollen Sie sich doch sicher belohnen! Also weg mit dem alten Krempel.

Kann man das gut kombinieren?

Vorhin war die Rede vom bunten Sneakern. Der mag toll aussehen zu zerrissenen Jeans und Sweatshirts, harmoniert aber nicht mit der klassischen Lady, die gerne auf schlichte Outfits setzt. Nicht der aktuelle Modetrend entscheidet, was in den Kleiderschrank kommt, sondern der persönliche Look und das Wohlbefinden sowie die restliche Garderobe. Gibt es also Stücke, die absolut nicht dazu passen, sollten diese den Kleiderschrank verlassen und auch nicht aus einem wilden Impuls heraus nachgekauft werden. Schlichte Basics, wie Schnürstiefel, monochrome High Heels und Co lassen sich immer gut kombinieren, sind zeitlos und sollten in jedem Schrank einen Platz finden, während extravagante Modelle wirklich zum Besitzer passen sollten.

Wie steht es um die Qualität?

Was ist noch tragbar und worein sollte ich investieren? Die letzte Frage, die Sie sich stellen sollten. Schuhe und Kleidung, die zu ’Used‘ erscheint, sollte nicht für schlechte Zeiten gebunkert werden.

Außerdem: Stücke, die immer getragen werden und perfekt mit dem restlichen Look harmonieren, sollten in einer hohen Qualität gekauft werden. Das zahlt sich durch die Lebensdauer der Produkte aus. Wer sich beispielsweise darüber im Klaren ist, dass er täglich mit weißen Sneakern das Haus verlässt, sollte hier vielleicht nicht auf die Low-Budget-Variante, die sich nach zwei Wochen verabschiedet setzen, sondern auf ein hochwertigeres Modell, dass zwar teurer, dafür aber umso länger tragbar ist.

Die Detox-Kur für den Kleiderschrank wirkt nicht nur befreiend, sondern verdeutlicht auch den persönlichen Stil.

Sarah Amadio / 19.05.2017 - 15:29 Uhr

Sarah Amadio / 19.05.2017 - 15:29 Uhr

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