Der Sneaker-Store Afew

Vorbildcharakter

Kristina Schulze
Kristina Schulze

Düsseldorf, Ende März. Presse-Termin bei Afew. Der Sneaker-Store feiert seine große Neueröffnung. Nach neun Jahren sei es dafür einfach an der Zeit gewesen, sagen die beiden Gründer Andreas und Marco Biergen.

Die Brüder und ihr Düsseldorfer Laden sind eine feste Größe im internationalen Sneaker-Business. Dabei hatten sie ganz klein angefangen – nämlich in der Garage ihres Vaters, in der sie importierte Sneaker verkauften. Aus dem Geheim-Tipp für Sneakerfans ist ein großes Geschäft mit angekoppeltem Online-Shop geworden. Kunden aus der ganzen Welt stöbern durch das rund  600 Sneaker-Modelle umfassende Sortiment – und kaufen. Begehrte Sammelobjekte gehen auch schon mal für 3.000 Euro über die Ladentheke.
 
Keine Frage: Andreas und Marco Biergen haben vom Sneaker-Boom erheblich profitiert. Aber diese Entwicklung als alleinigen Grund für ihren Erfolg auszumachen, ist zu kurz gedacht. Auch das Argument, Afew sei ein Gewinner der selektiven Vertriebsstrategie großer Sneakermarken, trifft den Nagel nicht ganz auf den Kopf. Und es würde der enormen Arbeit, die die beiden in ihren Laden stecken, nicht gerecht werden. Hinter Afew stecken nämlich zwei kluge Köpfe, die es verstehen, sich den aktuellen Zeitgeist zunutze zu machen.

Nur ein paar Beispiele: Über das Für und Wider von Online und Offline wird bei Afew nicht lange debattiert, stattdessen werden beide Kanäle smart miteinander verknüpft – beispielsweise durch ship-to-home-Services oder digitale Verkaufsberater. „Online sprechen wir möglichst viele Kunden an, im Düsseldorfer Laden findet dann das emotionale Erlebnis statt“, sagt Andreas Biergen. Aussuchen, anfassen, anprobieren – diese oft gepriesenen Vorteile von stationären Geschäften gelten eben auch für einen hippen Sneakerstore. Und die Community kommt nicht nur dafür nach Düsseldorf, sondern auch für die vielen Events, die bei Afew stattfinden – vom Grill-Fest bis zum Konzert. Der neu konzipierte Ladenbau hilft dabei enorm: Jedes Modul kann Dank magnetischer Rückwände neu zusammengestellt werden. So lässt sich nicht nur Platz für Veranstaltungen schaffen, sondern auch das Sortiment im Handumdrehen optisch variieren, um immer wieder neue Kaufanreize zu setzen.

Trotz der internationalen Ausrichtung lassen Andreas und Marco Biergen den lokalen Bezug nicht zu kurz kommen: Ihr Logo greift das Wappen von Düsseldorf auf, sie beteiligen sich an Stadt-Events wie Japan-Tag oder Tour de France. Damit nicht genug, kümmert sich das mittlerweile 30-köpfige Afew-Team um das tägliche Bespielen der Social-Media-Kanäle, um die zahlreichen Kollaborationen mit Sneakerbrands oder um den neuen ’Second Market‘, bei dem Sammler ihre Schuhe bei Afew abgeben und weiterverkaufen können.

Das alles macht Afew zu einer inspirierenden Erfolgsgeschichte. Und es macht aus dem Laden „weit mehr als einfach nur einen Sneaker-Store“, wie Andreas Biergen sagt. „Wir sind eine Lifestyle-Marke.“ Und mit Sicherheit auch: ein Vorbild.

Kristina Schulze / 03.04.2017 - 15:41 Uhr

Kristina Schulze / 03.04.2017 - 15:41 Uhr

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