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schuhkurier

WOCHEN-RÜCKBLICK

von Mara Mechmann


schuhkurier

25. Oktober 2019

Persönliches Exemplar für ###USER_name###

Liebe Leserin, lieber Leser!

     

 

Ich war Anfang der Woche zu Gast beim Fashion Trend Pool. In Antwerpen wurden die Trends für H/W 20/21 und F/S 21 erarbeitet und präsentiert. Teil der Veranstaltung war auch eine Diskussionsrunde, bei der das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielte. In der hoch emotionalen und kontroversen Diskussion zeigten sich Generations-, Interessens- und Wertekonflikte sowie zahlreiche Missverständnisse.

 

 

Ist vegan gleich nachhaltig? Wie realistisch ist Nachhaltigkeit beim Schuh? Machen die jungen Leute durch ihre Nachhaltigkeit die Volkswirtschaft kaputt? Geht nur alles oder nichts?

 

 

Vegan ist nicht unbedingt nachhaltig. Plastik ist beispielsweise vegan, gehört aber zu den Top-Klimakillern. Leder ist nicht vegan, dafür aber ein natürlicher Rohstoff, der sich abbauen und zerfallen kann. Wie das Leder entstanden ist, ist wiederum eine andere Frage: hoher Wasserverbrauch, Chemikalien, schlechte Arbeitsbedingungen bei der Gerbung, … Das Thema Nachhaltigkeit in der Schuhindustrie ist sehr kompliziert: Ein Schuh besteht aus vielen Komponenten. Und es ist bestimmt noch nicht realistisch, einen zu 100% nachhaltigen Schuh für den konsumigen Markt herzustellen, der dann – und darauf muss es einem Unternehmen natürlich am Ende ankommen – auch entsprechend gekauft wird. Neben den Materialien würde schließlich auch eine Produktion in Europa, um die Wege kurz zu halten, die Preise in die Höhe treiben.  

 

 

Und dann sind da die Konsumenten: Die jungen Leute – und auch die älteren, die sich zunehmend dem Umweltschutz verschreiben – kaufen Secondhand statt neu oder wenig und ausgewählt statt viel und schnell. Sie sorgen für sinkende Umsätze und machen so vielleicht ein Stück weit die Volkswirtschaft kaputt, in die sie geboren wurden und von der sie jahrelang gut gelebt haben. Aber hat nicht auch die Volkswirtschaft Jahrzehnte lang die Natur ausgebeutet und ihr schwere Schäden zugefügt?

 

 

Jedes Unternehmen ist gefragt, in Sachen Nachhaltigkeit zu handeln. Und dabei geht es nicht um alles oder nichts: Wer nach New York muss, hat in der Regel keine Zeit dazu, zwei Wochen lang auf einem Segelboot über den Ozean zu schippern. Das kann auch keiner verlangen. Aber hätte das Meeting nicht auch per Video-Konferenz stattfinden können? Muss ich die Strecke Düsseldorf–Berlin wirklich fliegen, oder kann ich mich nicht auch in einen Zug setzen?

 

 

Und das Wichtigste: Nachhaltigkeit braucht Kommunikation! Erzählen Sie ihren Kunden, was Sie verändert haben, lassen Sie sie an ihrem persönlichen „Projekt Nachhaltigkeit“ teilhaben.

Mein Projekt habe ich vor ein paar Jahren mit dem Verzicht auf Wasser aus PET-Flaschen angefangen. Und Sie?

 

 

Haben Sie ein gutes Wochenende!

 

 

Herzlichst,
Ihre Mara Mechmann

 
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