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schuhkurier

WOCHEN-RÜCKBLICK

von Laura Klesper


schuhkurier

09. April 2020

Persönliches Exemplar für ###USER_name###

Liebe Leserin, lieber Leser!

     

 

Dies ist nun das zweite Mal, dass ich mich in einem Weekly an Sie wenden darf. Vor gut einem Jahr startete bei Sternefeld Medien mein Abenteuer. In die Welt der Vollzeitarbeit, der Fachverlage und in Ihre Welt: die Welt der Schuhe und Lederwaren. 

 

 

Es war rückblickend ein spannendes Jahr für mich. Meine Lernkurve ging steil nach oben, und der Germanistikerin in mir rollten sich die Fußnägel hoch bei der Erkenntnis, dass der Plural des Wortes „Lager“ im Branchen-Slang anscheinend – und einmal komplett am Duden vorbei – „Läger“ ist. Ich bekam ein wenig Einsicht darin, wie die Schuhe an meinen Füßen eigentlich gefertigt werden und dass Menschen in Norddeutschland allgemein größere Füße haben als Menschen aus Süddeutschland. 

 

 

Aber neben all den technischen Finessen und Bonmots, die wohl jede Branche mit sich bringt, habe ich Sie kennengelernt. Die Branche. Diese Vielzahl an Herstellern und Händlern, die Kleinen wie die Großen. Sie haben mich herzlich begrüßt und hatten Nachsicht, wenn meine Fragen für Sie wohl eine Selbstverständlichkeit, Ihre Antworten für mich aber ein Wissensgewinn waren. Meine Vorurteile gegenüber den „oberflächlichen Modemenschen” bauten sich sehr schnell ab und ich merkte, dass Sie alle – egal ob mit großen oder kleinen Füßen – eines vereint: die Leidenschaft für Ihr Geschäft. 

 

 

Jetzt ist ein Jahr vergangen. Während bei mir vor einem Jahr noch die Sorge vorherrschte, was man denn bitte auf einer Fashion Week trägt, ohne sich als Frischling zu outen, dominiert nun die Sorge danach, ob und wann die nächsten Messen überhaupt stattfinden werden. Ob ich dort all die Personen wiedertreffen kann, die mir im Laufe des vergangenen Jahres begegnet sind. Ob mein neu erlerntes „Business-as-usual“ gar kein „as-usual“ ist, sondern nur etwas, von dem wir uns alle langfristig verabschieden müssen. 

 

 

Vor einem Jahr schien das größte Problem der Branche die verödenden Innenstädte zu sein. Nun haben wir sie und leben in einer Dystopie, an die vor einem Jahr niemand ernsthaft gedacht hatte. Die Geschäfte sind geschlossen, viele Kunden sind zu verunsichert um überhaupt weiter als bis zum nächsten Supermarkt zu gehen. Wir sind zum Innehalten gezwungen. Kein „Business-as-usal“ für eine ewig scheinende Weile. 

 

 

Was sich aber in diesen Zeiten nicht zum Stillstehen bringen lässt, ist Ihre Leidenschaft. Schmunzelte ich noch vor einem Jahr, dass selbst Briefmarkensammler agiler unterwegs wären, muss ich nun beeindruckt feststellen, dass ich mich geirrt habe. Sie kämpfen. Um Ihre Kunden, um Ihr Geschäft, um die Freiheit, eines Tages weitermachen zu können. Ja, die Umstände eine Katastrophe. Ja, es ist ein schmerzhafter Prozess, der nicht ohne Federn lassen vonstatten gehen kann. Aber denken Sie doch auch einmal daran, wo wir in einem Jahr sein werden.

 

 

Ich wünsche Ihnen angenehme Ostertage mit Ihren Liebsten.

 

 

Herzlichst,
Ihre Laura Klesper

 
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