Dopingvorwürfe

Nike schließt umstrittenes Trainingscenter in Portland

Wie mehrere Medien berichten, hat das Sportunternehmen Nike beschlossen, das zuletzt umstrittene Trainingscenter „Oregon Project“ in Portland (USA) auf Grund von Doping-Vorwürfen zu schließen. Für Nike ist es der zweite Doping-Skandal innerhalb weniger Jahre.

Hintergrund sind die Sperren des Cheftrainers Alberto Salazar aufgrund von Dopingvorwürfen in den Jahren 2010 bis 2014, sowie des als involviert geltenden Arztes Jeffrey Brown. Man hab sich dazu entschlossen, das Projekt zu beenden, um den Athleten die Chance zu bieten, sich auf ihre Wettbewerbe frei von negativer Berichterstattung zu konzentrieren, so Nike in seiner Stellungnahme. Unter anderem wird Salazar vorgeworfen, getestet zu haben, ob der Gebrauch von  Testosteroncreme zu einem positiven Dopingtest führe. 

Der Trainingscampus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptgelände des Sportartikelherstellers. Unklar ist bisher, inwieweit der Vorstand von Nike von den Doping-Vorgängen wusste. Das US-amerikanische Wall Street Journal hatte zuletzt berichtet, dass Nike-Vertreter per Mail über die Fortschritte der Tests informiert wurden.

Nike: Auch deutsche Sportlerin betroffen

Unter anderem von dem Skandal betroffen ist auch die deutsche Leichtathletin Konstanze Klosterhalfen, die seit einem Jahr mit Trainer Pete Julian in Portland trainierte. Klosterhalfen gewann zuletzt bei der Leichtathletik-WM in Doha Bronze über 5000 m. Der Deutsche Leichtathletik Verband hat angekündigt, die Leichtathletin und ihr Management beratend zu unterstützen.

Laura Klesper / 14.10.2019 - 09:39 Uhr

Weitere Nachrichten