ECC-Studie

Onlinehandel: Bezahlen per Fingerabdruck wird beliebter

Mehr als die Hälfte der Verbraucher in Deutschland könnte sich vorstellen, eine Onlinebestellung mittels biometrischer Authentifizierung zu bezahlen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Payment-Studie des ECC Köln.

„Rund 23% der Konsumenten haben bereits über ihr Smartphone mit ihrem Fingerabdruck bezahlt und weitere 34% können sich dies in der Zukunft vorstellen. Die deutliche Mehrheit der Konsumenten findet es besonders praktisch, dass sie sich in der Passwortflut der heutigen Zeit dadurch mindestens einen Zugangscode weniger merken müssen“, erklärt Mailin Schmelter, Teamleiterin am ECC Köln.

Auch in puncto Sicherheit empfindet mehr als die Hälfte diese Art der Identifikation als sicherer als das Passwort. Denn biometrische Daten machen jeden Menschen einzigartig und das Bezahlverfahren somit grundsätzlich hochsicher. Neben dem bekanntesten biometrischen Verfahren, dem Fingerabdruck, können auch ein Irisscan sowie eine Stimm- oder Gesichtserkennung zur Identifizierung einer Person verwendet werden.

Mehrheit der Händler kann sich biometrische Authentifizierung im Online-Shop vorstellen

Die Akzeptanz der Technologie ist laut der ECC-Studie durch die weite Verbreitung unter Konsumenten bereits vorhanden. Fast jedes moderne Smartphone verfügt beispielsweise über einen Fingerscanner. Daher bietet die Integration der biometriebasierten Bezahlung für deutsche Shop-Betreiber Potenzial. Demnach kann sich nur etwas mehr als ein Drittel der Händler das Angebot einer biometrischen Identifikation im Payment-Prozess nicht vorstellen.  

„Insbesondere die Schnelligkeit und Einfachheit des Zahlungsverfahrens helfen Händlern dabei, die Zufriedenheit mit der Onlinebestellung zu erhöhen. Biometrische Identifikation kann hierbei ein weiterer Schritt in Richtung Geschwindigkeit und Convenience sein und dabei helfen den Bezahlprozess zu beschleunigen“, bestätigt Prof. Malte Krüger.

Michael Frantze / 11.07.2018 - 09:58 Uhr

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