E-Commerce

Onlinehandel: Der richtige Payment-Mix macht's

Payment-Dienstleister hoch im Kurs: Immer mehr Onlinehändler setzen auf Unterstützung im Payment-Dschungel (Grafik: ECC Köln)
Payment-Dienstleister hoch im Kurs: Immer mehr Onlinehändler setzen auf Unterstützung im Payment-Dschungel (Grafik: ECC Köln)

Die Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten ist groß. Daher setzen Onlinehändler vermehrt auf die Unterstützung durch Payment-Service-Provider oder andere Payment-Dienstleister.

Kauf auf Rechnung, Lastschrift, Digital Wallets & Co.: Das Angebot des richtigen Payment-Mixes erfordert auf Händlerseite viel Zeit, Geld und vor allem Know-how. Aufgrund der zunehmenden Komplexität hinsichtlich Integration und Sicherheit setzen Onlinehändler somit vermehrt auf die Unterstützung durch Payment-Service-Provider oder andere Payment-Dienstleister. Das zeigt die aktuelle ECC-Payment-Studie Vol. 23, für die das ECC Köln und Prof. Dr. Malte Krüger auch 2018 wieder das Thema Online-Payment aus Konsumenten- und Händlersicht unter die Lupe genommen haben.

 

ECC-Payment-Studie – die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • 51% der befragten Onlinehändler arbeiten bereits mit einem Payment-Service-Provider (PSP) zusammen; weitere 19 Prozent planen eine Zusammenarbeit bereits konkret.
  • Circa ein Drittel der Händler nutzt bereits Services und Tools zur Optimierung der Buchhaltung, weitere 51% interessieren sich insbesondere für die Übernahme der Rücksendekosten durch den Dienstleister.
  • 41% empfinden die Unterstützung im Rahmen des Fulfillments als attraktives Angebot.
  • 32% der Händler können sich vorstellen, sensible Bankleistungen wie Kredite oder die Kontoführung durch den Payment-Dienstleister in Anspruch zu nehmen.
 

Der ECC-Studie zufolge arbeitet etwa die Hälfte der befragten Händler bereits mit einem Dienstleister zusammen, ein weiteres Fünftel plant die Zusammenarbeit.

„Payment ist nach wie vor keine Kernkompetenz des Handels. Die Payment-Welt sowie die Kundenanforderungen werden immer vielfältiger. Doch auch wenn immer mehr Servicedienstleister ihre Hilfe bieten, kommt der Handel nicht umhin, seine Hausaufgaben zu machen“, erläutert Mailin Schmelter, Teamleiterin am ECC Köln.

 

ECC-Payment-Studie: Vielfältige Tools und Services zur Prozessoptimierung

Die Optimierung interner Prozesse rückt laut der Händlerbefragung des ECC Köln mehr in den Fokus der Onlinehändler. Schließlich sorgen diese nicht nur für eine schnelle Zahlungsabwicklung und effizientere Bestell- und Liefervorgänge, sondern sparen Händlern auch bares Geld. Payment-Dienstleister können dabei unterstützen, Prozesse zu vereinfachen oder einzelne Arbeitsschritte übernehmen. 

So nutzt bereits ein Drittel der befragten Händler Services und Tools eines Payment-Dienstleisters, um die eigene Buchhaltung zu optimieren. Des Weiteren zeigen rund 40% Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Bereich. Besonders vorteilhaft wird die Bereitstellung einheitlicher Abrechnungsdateien durch den Zahlungsdienstleister erachtet. Aber auch Tools für ein einheitliches Transaktions-Reporting oder zur manuellen Autorisierung und Nachbearbeitung von Zahlungstransaktionen über verschiedene Absatzkanäle hinweg werden in einem Drittel der Fälle in Anspruch genommen.

 

ECC-Payment-Studie: Payment-Dienstleister avancieren zum Allround-Partner   

Payment-Dienstleister offerieren vermehrt Zusatzservices. Für 51% der befragten Onlinehändler ist insbesondere die Übernahme der Rücksendekosten durch den Dienstleister interessant. Die Unterstützung im Rahmen des Fulfillments (Verpackung und Versand von Waren) ist indes für 41% der befragten Handelsunternehmen attraktiv. Weitere 32% der Händler können sich vorstellen, sensible Bankleistungen wie Kredite oder die Kontoführung durch den Payment-Dienstleister in Anspruch zu nehmen.

 
Michael Frantze / 26.02.2019 - 10:43 Uhr

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