Rietberg: Outlet-Pläne umstritten

In Rietberg soll ein City-Outlet-Center entstehen. (Foto: Stadt Rietberg)
In Rietberg soll ein City-Outlet-Center entstehen. (Foto: Stadt Rietberg)

Nach dem Willen des Bürgermeisters von Rietberg im Kreis Gütersloh soll in der Stadt nach dem Vorbild von Bad Münstereifel das zweite City-Outlet-Center in Deutschland entstehen. Untern den Bürgern von Rietberg ist das Vorhaben umstritten.

Im Rahmen einer Bürgersprechstunde informierte Bürgermeister Andreas Sunder am 12. August über die Pläne für ein City-Oulet-Center in der zentralen Rathausstraße. Dabei sprach sich jedoch eine deutliche Mehrheit der Anwesenden gegen das Projekt aus.

Nach Angaben des Stadtoberhauptes gibt es in Rietberg wie in vielen weiteren Klein- und Mittelstädten immer mehr Leerstände zu verzeichnen. Die sei eine für den lokalen Einzelhandel bedrohliche Entwicklung, denn je weniger Geschäfte am Ort seien, desto niedriger sei auch die Kundenfrequenz. „Wir wollen für Rietberg einen Hybridmotor haben, der den Einzelhandel mit doppelter Power antreibt. Der Mix aus heimischem Einzelhandel und Outlet-Geschäften wird jeden Tag viele Kunden zu uns locken“, so Andreas Sunder. 

Unabhängige Experten hätten in einem Gutachten bereits die Tauglichkeit des Vorhabens attestiert. Die Experten sollen sogar zu dem Schluss gekommen sein, dass das City-Outlet die einzige Möglichkeit darstelle, die zunehmende Verödung des Einzelhandels in der Innenstadt noch zu stoppen.

Für die kommenden Wochen sind weitere Bürgersprechstunden geplant.  

Helge Neumann / 18.08.2015 - 09:36 Uhr

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