Roeckl: Insolvenz in Eigenverwaltung aufgehoben

Die Zukunft von Roeckl ist gesichert. Wie das Münchner Unternehmen mitteilt, wurde das Insolvenzverfahren in Eigenregie bereits im Mai eingestellt.

Sechs Wochen nach Bekanntgabe der Insolvenz in Eigenverwaltung – Ende März 2017 – habe man den Antrag zurückgezogen, teilt Roeckl mit. Aus eigener Kraft und mit Hilfe neuen Kapitals aus der Familie sei das Insolvenzverfahren aufgehoben worden. Dank einer erfolgreichen Sanierungsstrategie und schnell greifenden Restrukturierungsmaßnahmen sei man nun auf gutem Kurs: „Es ist uns gelungen, den Fortbestand unseres Familienunternehmens zu sichern. Damit bleibt Roeckl als traditionsbewusste Marke, die seit 1839 für Qualität steht, in Familienbesitz. Die Ursachen der Insolvenz sind beseitigt“, erklärt Geschäftsführerin Annette Roeckl.

Man habe eine grundlegende Sanierung und Restrukturierung in allen Bereichen umgesetzt, erklärt Roeckl weiter. So seien das Führungsteam neu aufgestellt, Prozesse angepasst und Kosten reduziert worden. „Eine Kostenreduktion allein reicht langfristig nicht aus. Wir haben das Unternehmen vollkommen neu aufgestellt. Dies ist ein intensiver, aber notwendiger Prozess. Unser neues Geschäftsmodell wird den Veränderungen und Herausforderungen unserer Zeit standhalten“, so Annette Roeckl.

Man werde sich verstärkt auf den Ausbau des Premiumsegments konzentrieren und die Marke vom Hersteller für handgefertigte Handschuhe zum Anbieter stilvoller Accessoires weiterentwickeln. Zusätzlich soll eine neue Markenstruktur die Möglichkeit zur Ansprache neuer und breiterer Käuferzielgruppen eröffnen und die Internationalisierung weiter vorantreiben.

Der Start in das Weihnachtsgeschäft sei erfolgreich verlaufen. Aktuell laufen nach Unternehmensangaben die Vorbereitungen für die Auslieferung der F/S-Kollektion 2018 auf Hochtouren. Zugleich beginne ab Januar 2018 der Vorverkauf für die H/W 2018/19-Kollektion. Man habe nun die Voraussetzungen geschaffen, das Potenzial der Marke als Omnichannel-Anbieter voll auszuschöpfen und sei für bestehende Herausforderungen am Modemarkt stabil aufgestellt.

Redaktion / 16.11.2017 - 17:07 Uhr

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