Launch einer Dachmarken-Kampagne

Sabu-Plattform startet im September

Anlässlich der Messe in Heilbronn gab Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug Details zur geplanten regionalen Suchplattform bekannt. Die Marke Sabu soll künftig deutlich stärker in Richtung Endverbraucher positioniert werden.

Bereits seit 14 Tagen ist die Plattform der Heilbronner Verbundgruppe Sabu im Testlauf aktiv. Binnen 14 Tagen bis drei Wochen soll sabu.de auch zum Konsumenten hin freigeschaltet werden. Damit verschiebt sich der für August angekündigte Launch um wenige Tage. Bereits im Juni hatte Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug über die Pläne informiert.

Im Mittelpunkt von sabu.de steht nach Angaben von Stephan Krug die regionale Suchfunktion, um bei den angeschlossenen Händlern möglichst eine Frequenzerhöhung zu erreichen.

Verschiedene Bausteine bilden das Konzept von sabu.de. Die digitale Visitenkarte mit allen relevanten-Basis-Informationen (statische Darstellung von Adressdaten, Markenauswahl, Fotos vom Geschäft) ist dabei die Standardausstattung. Es folgt das digitale Schaufenster mit dynamisch dargestellten Details zum Sortiment sowie einer Verfügbarkeitsanzeige. Als drittes Modul folgt dann die Möglichkeit, online zu kaufen. Dafür müsste eine Bestell- bzw. Zahlungsfunktion ergänzt werden.

Bis zu 1.200 Filialen können künftig auf diese Weise auf Sabu.de erscheinen – mindestens mit einer digitalen Visitenkarte; idealerweise aber auch mit dem Leistungsumfang von Modul 2 oder sogar 3. Alle individuellen Auftritte der Händler sind auf sabu.de sichtbar und sollen künftig vom interessierten Endverbraucher „gefunden“ werden können. Auch die vertikalen Konzepte Schuhprofi und Laufgut sind ebenfalls mit einem eigenen Auftritt auf sabu.de zu finden.

Um Händlern zu einer optimalen Darstellung ihrer Filialen zu verhelfen, wurden Sabu-seitig bereits mehr als 200 Geschäfte fotografiert. Jeder Händler kann aber auch in Eigenregie produzierte Fotos auf die eigene Website stellen. Mehr als 200 Händler nutzen zudem den Service der Sabu Schuh & Marketing GmbH, die individuelle Website zentral pflegen zu lassen. Dabei wird neben aufschlussreichen Fotografien auch wechselnder relevanter Content ergänzt.

„Zentrales Ziel für uns ist die Schaffung von stationärer Frequenz“, erklärt Stephan Krug. E-Commerce sei zumindest nicht im ersten Schritt angestrebt, könne aber durchaus das Ergebnis der Online-Suche sein. Onlineverkäufe können, so Krug, aber in Zukunft zum Leistungsumfang gehören. Dafür bedürfe es bei vielen Händlern noch einer technischen Umrüstung. Der Händler benötigt ein aktuelles Warenwirtschaftssystem sowie die Artikel mit EAN. Außerdem muss er Bestand und Preise pflegen.
Angeschlossene Unternehmen, die einen eigenen Onlineshop besitzen, können auch über sabu.de angesteuert werden. Dann wird der Verbraucher auf den Shop des Händlers weitergeleitet und kann dort Produkte kaufen.

 

Dachmarkenstrategie soll sabu.de stärken

 

Um sicherzustellen, dass Verbraucher sabu.de finden und nutzen, um im Idealfall beim der Verbundgruppe angeschlossenen Schuhhändler in ihrer Nähe einzukaufen, setzt die Verbundgruppe auf eine Dachmarkenstrategie mit umfangreichen Werbemaßnahmen. Für die SEO/SEA-optimierte Plattform stehen dann auch Kampagnen auf der Agenda, ebenso Flyer, Werbemotive für die City oder Anzeigen, bedruckte Einkaufstaschen aus Papier sowie Social Media-Kampagnen und QR-Codes, die auf dem Kassenzettel gedruckt werden und direkt zur Website bzw. zu sabu.de führen.

„Wir werden das Thema Sabu als Marke in Zukunft viel offensiver spielen“, unterstreicht Stephan Krug. Ab Herbst sollen die ersten Werbemaßnahmen im Handel starten. Dabei strebt die Verbundgruppe die Vernetzung von Händlern untereinander an, um auch gemeinsam kraftvoll für sabu.de zu werben – mit Plakaten, Anzeigen oder auch Facebook-Aktionen.  Im Idealfall, so Krug, finde man außerdem künftig an jedem Schaufenster angeschlossener Geschäfte ein sabu.de-Logo.

 

Online-Suche, um stationär zu kaufen

 

Der Verbraucher soll auf verschiedenen Wegen zu sabu.de gelangen – etwa über die Suche in der Umgebung oder die Artikel- oder Markensuche sowie über eine aufmerksamkeitsstarke Anzeige bzw. den QR-Code auf dem Kassenzettel.

Über einen Suchmodus mit verschiedenen Varianten wird er zur Website des nächstgelegenen Schuhhaus geleitet, wo er sich einen Überblick über das Warenangebot verschaffen kann. Hat er ein interessantes Schuhmodell gefunden, kann er zum in Frage kommenden Geschäft fahren oder den Schuh reservieren lassen. Der hinterlegte Algorithmus sorgt dafür, dass immer das Schuhgeschäft in der geringsten Entfernung zuerst angezeigt wird. Dabei hat der Kunde die Möglichkeit, den Radius individuell zwischen 15 und 240 km zu definieren. Außerdem kann die Suche nach Marken, Farben, Größe und Preisen eingegrenzt werden. Jeder Händler hat die Möglichkeit, seine eigenen Services auf seiner Website zu ergänzen. Auch Bewertungen können auf Wunsch hinzugefügt werden. Auf sabu.de finden sich zudem verschiedene redaktionelle Inhalte, die eigens von einer Sabu-Content Managerin eingestellt und aktualisiert werden.

 

Kostenlose Services für Sabu-Mitglieder

 

Die Grundausstattung für die Teilnahme an sabu.de (digitale Visitenkarte) ist für das einzelne Mitglied für 2017 und 2018 kostenlos. Man habe, so Stephan Krug, „einen mittleren einstelligen Millionenbetrag“ investiert. Nun sollen die Händler von diesem Projekt profitieren können. Das digitale Schaufenster kann für 25 Euro pro Monat eingerichtet werden.

Nun soll erst einmal gestartet werden: Ziel sei es, so Krug, neben 1.200 Filialen mit Visitenkarte auf sabu.de zeitnah 400 Händler mit 800 mit digitalem Schaufenster sichtbar zu machen. Sollte darüber hinaus das Interesse an Modul 3 (E-Commerce) groß genug sein – laut Krug wären das 60 bis 100 Händler – könne man auch hier entsprechende Services anbieten. Dies würde weitere Investitionen nach sich ziehen.

Petra Salewski / 19.08.2017 - 22:48 Uhr

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