ANWR Media im Gespräch

schuhe.de & Zalando – neue Fakten zur Kooperation

Mitte Juni wurde bekannt, dass die ANWR-Plattform schuhe.de eine Kooperation mit Zalando eingehen wird. Zur Generalversammlung der Verbundgruppe in München gab es weitere Informationen zum Thema. Im Gespräch mit schuhkurier erläuterte jetzt Alexander Hock, Geschäftsführer ANWR Media, Details zur Kooperation.
Für Alexander Hock ist der Weg, den das Projekt schuhe.de bislang genommen hat, eine Abfolge von logisch aneinandergereihten Schritten. Die Kooperation mit dem Online-Riesen Zalando soll nun der nächste step werden und den an schuhe.de beteiligten Händlern vielfache Vorteile bringen. Nachdem man mit Hochdruck daran gearbeitet habe, die Sortimente möglichst vieler ANWR-Händler im Netz sichtbar zu machen und weitere Leistungen zu integrieren, gehe es nun darum, gemeinsam mit dem Partner aus Berlin eine Win-Win- Situation für alle zu schaffen. Zalando – früher Feind, jetzt Freund? Hock sieht das gelassen: „Mit den Gefahren, Chancen und Risiken einer solchen Kooperation haben wir uns sehr intensiv auseinandergesetzt“, erklärt er. Dass es Vorbehalte gegen den Big Player gibt, sei dem Team der ANWR immer bewusst gewesen.

„Die Strategie von Zalando passt zu uns“

Aber: „Die Strategie von Zalando passt prima zu uns und unserem Angebot. Ich halte die Kooperation für richtig – und sie bedeutet für unsere Händler eine Riesenchance.“ Letztlich gehe es darum, dass die Plattform schuhe.de vorangetrieben wird – und dass die an schuhe.de angebundenen Unternehmen über diese Plattform mehr Umsatz generieren. Dabei soll der einzelne Händler das Heft keineswegs aus der Hand geben. Im Gegenteil: Jeder werde dabei die Möglichkeit haben, für jeden Schuh selbst zu entscheiden, über welche Kanäle er verkauft werden soll. „Händler können Produkte vom Verkauf über Zalando ausschließen, sie können in jeder Saison andere Regeln setzen und diese auch jederzeit wieder ändern“, erklärt Alexander Hock. „Wir haben ein Mandat, mit dem wir uns bewegen können. Es ist die Entscheidung des Händlers, ob er dabei mitwirken möchte oder nicht.“ Verwalten kann ein Händler die Verkaufskanäle über ein Dashboard (Armarturenbrett, Benutzeroberfläche). Das Dashboard soll dem Händler den bestmöglichen Überblick verschaffen und künftig auch andere Plattformen neben Zalando anschließen. Egal über welchen Kanal ein Auftrag kommt – alle Informationen können künftig auf dem Dashboard zusammenfließen. Der Verbraucher erkennt die Kooperation zwischen Zalando und schuhe.de übrigens nicht auf den ersten Blick. Wählt er aber ein Schuhmodell aus, das aus dem Sortiment eines ANWR-Händlers stammt, erhält er die Information, dass dieser Kauf durch den Zalando-Partner schuhe.de ausgeführt wird. Der gewünschte Schuh wird dann im neutralen Karton mit schuhe.de Packband verschickt. Kommt also eine Bestellung über Zalando herein, ist schuhe.de der Verkäufer über den Marktplatz. Entschieden wird dann über einen Algorithmus, welcher der angebundenen Händler den Auftrag erhält. Dabei spielt der Zufall die wichtigste Rolle... ...was den Zufallsalgorithmus zusätzlich beeinflusst, welche Kosten für den Händler entstehen und welche Schritte schuhe.de bis heute realisiert hat, lesen Sie in der kommenden Ausgabe von schuhkurier.
Login für Abonnenten
Sie möchten alle Inhalte lesen?
  • Website-Login
  • E-Paper-Zugang
  • Alle Newsletter
Petra Salewski / 12.07.2017 - 09:59 Uhr

Weitere Nachrichten