Hahn Retail Real Estate Report

Schuhhandel expandiert langsamer

Görtz feierte im Frühjahr Neueröffnung in München. (Foto: Görtz)
Görtz feierte im Frühjahr Neueröffnung in München. (Foto: Görtz)

Die Flächennachfrage des Schuhhandels sinkt. Das geht aus dem aktuellen Hahn Retail Real Estate Report hervor. Generell ist die Stimmung im Einzelhandel optimistisch.

Für den Hahn Retail Real Estate Report 2018/2019 wurde im Sommer 2018 eine Expertenbefragung bei 66 Expansionsverantwortlichen des Einzelhandels sowie 40 Entscheidungsträgern von institutionellen Immobilieninvestoren durchgeführt. Die zentrale Erkenntnis: Der Optimismus im stationären Einzelhandel hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Rund 52% der befragten Entscheidungsträger des Einzelhandels erwarten für das zweite Halbjahr 2018 steigende Umsätze im Vergleich zur Vorjahresperiode (2017: 43%). Mit zumindest stabilen Umsätzen rechnen 37% (2017: 49%). Umsatzrückgänge erwarten nur 11% der Einzelhändler (2017: 8%). In Bezug auf die Flächennachfrage planen vor allem die Vertreter der Branchen Hobby/Freizeit und Gastronomie für die kommenden zwölf Monate besonders häufig mit einem Anstieg. So berichten 100 bzw. 80% von einer steigenden Flächennachfrage. Ebenfalls expansiv eingestellt sind die Branchen Lebensmittel und Drogerie. Tendenziell weniger Fläche fragen insbesondere die Branchen Schuhe/Accessoires und Gesundheit/Beauty nach. Rund 75 bzw. 50% der Befragten prognostizieren hier einen Rückgang der Nachfrage.

Risikofaktor E-Commerce wird unterschiedlich bewertet

Die Veränderung des Konsumverhaltens wird von über der Hälfte der befragten Einzelhändler als größtes wirtschaftliches Risiko der kommenden zwölf Monate eingestuft. Respekt vor dieser Entwicklung haben u.a. die Handelsbranchen Bekleidung, Schuhe/Accessoires- sowie Unterhaltungselektronik, wohingegen Lebensmittel- und Drogeriemarkthändler für die Zukunft kaum einen Wandel des Einkaufsverhaltens ihrer Kunden sehen. Insgesamt schätzen rund 47% der Einzelhändler E-Commerce als Risiko ein. Weitere 38% sehen steigende Immobilienkosten als kritisch an.
Deutlich mehr Respekt vor dem E-Commerce haben hingegen die Immobilieninvestoren, die zu 88% eine zunehmende Verbreitung als Risikofaktor für ihr Investment ansehen. Weniger häufig werden von den Investoren Sorgen in Bezug auf einen deutlichen Zinsanstieg (53%) oder eine wirtschaftliche Eintrübung (53%) genannt.

Weiter Informationen finden Sie hier.

Helge Neumann / 07.09.2018 - 12:16 Uhr

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