BDSE

Schuhhandel verzeichnet stagnierende Umsätze

Brigitte Wischnewski
Brigitte Wischnewski

Nicht Fisch, nicht Fleisch: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 hat der Schuhhandel ein Umsatzpari erzielt. Das gab der Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) anlässlich der Gallery Shoes in Düsseldorf bekannt.

Die in früheren Jahren gut zweistelligen Zuwachsraten des Online-Handels haben sich im Schuhmarkt laut BDSE zwischenzeitlich erheblich abgeschwächt. Über alle Internet-Vertriebslinien hinweg liege der Online-Marktanteil bei Schuhen mittlerweile bei knapp 20%, teilte der Verband mit.

"Die Online-Verkäufe des Multichannel-Schuhhandels machen schätzungsweise ein knappes Viertel des gesamten Online-Umsatzes mit Schuhen aus. Etwa doppelt so hoch ist der Anteil der Online-Pure-Player zu beziffern, deren Umsätze auch in 2016 wieder deutlich gestiegen sind", so Brigitte Wischnewski, BDSE-Präsidentin.

 

Frequenz im Handel sinkt weiter

 

Das stationäre Geschäft leide schon seit geraumer Zeit unter rückläufigen Besucherfrequenzen, so Wischnewski weiter. "Über 80% der Schuhgeschäfte berichteten im vergangenen Jahr über sinkende Frequenzen an ihren Standorten. Im ersten Halbjahr 2017 gingen die Passantenzahlen erneut zurück, und zwar um 3 bis 4%." Als Folge der rückläufigen Besucherzahlen in den Einkaufsstraßen intensiviere sich dort der Wettbewerb um die Kunden, zumal die Modehäuser seit geraumer Zeit verstärkt dem Schuhfachhandel mit ihren Schuhsortimenten Konkurrenz machten.

Helge Neumann / 29.08.2017 - 09:12 Uhr

Weitere Nachrichten

Petra Steinke (Foto: Redaktion)

Kommentar: Lieblingsorte

Kommentar von Petra Steinke

Die Schuhhändlerfamilie Bödeker hat in Freiburg ein neues Schuhgeschäft eröffnet. Wobei der Begriff „Geschäft“ nicht präzise umschreibt, was die Unternehmer in der süddeutschen Stadt kreiert haben.