Versand- und Retourenlogistik werden verlagert

Sioux Schuhe werden künftig aus der Pfalz geliefert

Lewin Berner
Lewin Berner

Der Walheimer Schuhhersteller Sioux verlagert seine Logistik nach Thaleischweiler-Fröschen in der Nähe von Pirmasens. Gegenüber schuhkurier erklärte Geschäftsführer Lewin Berner, warum dieser Schritt notwendig war und welches Unternehmen die Logistik nun übernehmen wird.

Dienstleister für Sioux wird im Bereich Logistik nun das Unternehmen Meyer Logistik Services sein, eine Tochter der HR-Group. Der Spezialist soll künftig die komplette Versand- und Retourenlogistik für den Schuhhersteller Sioux übernehmen. Genutzt werden dafür die Gebäude von Reno. Die Zusammenarbeit beider Unternehmen ist nach Angaben von Lewin Berner vertraglich auf mehrere Jahre Laufzeit festgelegt.
Der Schritt, die Logistik zu verlagern und zusammenzufassen, sei notwendig gewesen, da sich das Geschäftsmodell für den Schuhanbieter geändert habe. Während man früher vor allem an die Zentrallager von Händlern lieferte – und dies in großen Paarzahleinheiten und überwiegend zu Beginn einer Saison –, würden heute mehr Schuhe auch über die Saison verteilt und an einzelne Filialen geliefert. Hinzu kämen mehr Dienstleistungen für Handelskunden, etwa die individualsierte Ettikettierung. Dies sei personalintensiv und erfordere ausreichend Platz. Auch steige der Aufwand im Retourenbereich bedingt durch ein wachsendes Online- und Konsignationsgeschäft.
Bislang wurde die Retourenvereinnahmung und -aufarbeitung am Sioux-Standort in Walheim durchgeführt. Hier stoße man schon seit längerem an Kapazitätsgrenzen, so Berner. Die Versandlogistik erfolgte über einen externen Dienstleister in Hemmingen bei Stuttgart, wo ebenfalls ein weiteres Wachstum nicht möglich sei. Daher habe man sich entschlossen, einen neuen Standort mit ausreichend Platz für Retouren- und Versandlogistik an einem Ort zu suchen.

 

„Bleiben dem Standort Walheim treu“

 

Größere personelle Veränderungen seien mit dem Umzug nicht verbunden; es gebe lediglich zwei betriebsbedingte Kündigungen aufgrund des Wegfalls des Arbeitsplatzes. Weitere Mitarbeiter, die bislang mit Retouren in Walheim befasst waren, sollen bei Sioux andere Aufgaben bekommen.
In Walheim soll nach dem Umzug die Retourenannahme sowie ein Bürotrakt abgerissen werden. Das Hauptgebäude mit allen Sioux-Abteilungen soll uneingeschrängt erhalten bleiben. Man bleibe dem Standort Walheim treu, so Berner.

Laut dem Geschäftsführer peilt Sioux in diesem Jahr einen Gesamtumsatz in Höhe von 30 Mio. Euro an. Das Unternehmen beschäftigt 195 Mitarbeiter in Portugal und 85 (inklusive Außendienst) in Walheim.

Petra Salewski / 05.08.2017 - 08:46 Uhr

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