Verdi

Streik in der Adventszeit bei Amazon

Amazon-Logistikzentrum Leipzig (Foto: Amazon)
Amazon-Logistikzentrum Leipzig (Foto: Amazon)

Vom 16. bis zum 21. Dezember sind die Mitarbeitenden bei Amazon in Leipzig von der Gewerkschaft Verdi zum Streik aufgerufen. Neben der Anerkennung der Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel Sachsen fordert Verdi einen Tarifvertrag „Gute und gesunde Arbeit".

Mit dem „Adventsstreik“ will Verdi das Weihnachtsgeschäft des Versandhändlers stören. Bereits zu Beginn der Vorweihnachtszeit waren Beschäftigte des Online-Riesen bundesweit für mehrere Tage in den Streik getreten.

„Amazon sieht sich mittlerweile gezwungen Werbespots zu schalten, in denen die angeblich hervorragenden Arbeitsbedingungen bei Amazon gepriesen werden. Das zeigt, dass der Druck auf das Unternehmen ziemlich hoch ist und Amazon sich für den andauernden Protest der eigenen Beschäftigten rechtfertigen muss. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Mit einem langen Atem können wir Amazon deutlich machen, dass es sinnvoller wäre, in die Beschäftigten zu investieren und endlich nach den Tarifverträgen des Einzelhandels Sachsen zu bezahlen, statt teure Werbung zu schalten“, so Verdi-Streikleiter Thomas Schneider.

Gerade in der Vorweihnachtszeit steige die Belastung der Beschäftigten massiv an. „Es müssen tausende Päckchen und Pakete gepickt und gepackt werden. Hinzu kommen eine enorme Taktung und der dadurch steigende Zeitdruck. Das hat negative Folgen für die Gesundheit der Beschäftigten. Wir brauchen zwingend einen Tarifvertrag 'Gute und gesunde Arbeit' bei Amazon“, so Verdi-Landesfachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago.

Ein Bestandteil dieses Tarifvertrags wäre ein gut ausgestatteter Gesundheitsfonds, über dessen Verwendung gewerkschaftliche und betriebliche Interessensvertreter mitbestimmen. Amazon verweigert bislang Verhandlungen über Tarifverträge mit der Gewerkschaft.

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Mara Mechmann / 17.12.2019 - 09:29 Uhr

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