Change your Shoes

Südwind startet Petition an die Schuhindustrie

Das Institut für Ökonomie und Ökumene Südwind e.V. mit Sitz in Bonn hat eine Petition gestartet, die europäische Schuhhersteller dazu auffordert, ihre Zulieferkette zu veröffentlichen und über Menschenrechtsstandards zu informieren.

Nach Angaben des Vereins Südwind e.V. werden weltweit 23 Mrd. Paar Schuhe pro Jahr produziert. Konsumenten in Deutschland kaufen davon jährlich durchschnittlich fünf Paar. Woher kommen diese Schuhe? Wie wurden sie hergestellt? „Auf der Schuhverpackung oder am Schuh selbst sucht man vergeblich nach Informationen über Produktions- und Arbeitsbedingungen“, kritisiert Dr. Sabine Ferenschild von Südwind. 

Mit der Forderung nach mehr Transparenz in der Schuhindustrie hat Südwind die Petition ’Starker Schritt für Menschenrechte. Zeigt uns, wer unsere Schuhe macht‘ auf den Weg gebraucht. In der Petition fordert der Verein die weltweit produzierenden Schuhmarken Deichmann, Camper, Prada, Birkenstock, CCC sowie Leder und Schuh dazu auf:
 

  • die Namen und Adressen ihrer Zulieferer zu veröffentlichen,

  • darüber zu berichten, wie die ArbeiterInnen und die Umwelt geschützt und schrittweise gefährliche Chemikalien im Gerbprozess reduziert werden,

  • darüber zu berichten, was sie konkret unternehmen, damit die Menschenrechte bei der Arbeit eingehalten, ein Lohn zum Leben gezahlt und die Gesundheit der Menschen am Arbeitsplatz garantiert werden.


Während in der Textilindustrie in den letzten Jahren einiges an Sachen Transparenz in Bewegung gekommen sei, hinke die Schuhbranche hinterher, so der Verein Südwind e.V.. Seit längerem sei man mit den Schuhherstellern im Gespräch. Aber die Unternehmen bewegen sich nach Ansicht von Südwind kaum, „obwohl sie noch meilenweit von einer arbeitnehmer- und umweltfreundlichen Produktion entfernt sind“.

Michael Frantze / 17.05.2017 - 09:18 Uhr

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