Modeindustrie

Sympatex unterzeichnet ’Fashion Industry Charter for Climate Action‘ der UN

’Fashion Industry Charter for Climate Action‘ vorgestellt auf der UN Klimakonferenz COP24 in Katowice (Foto: Sympatex)
’Fashion Industry Charter for Climate Action‘ vorgestellt auf der UN Klimakonferenz COP24 in Katowice (Foto: Sympatex)

Mit dem Ziel, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase entlang der gesamten textilen Lieferkette kontinuierlich einzudämmen und bis 2050 komplett zu neutralisieren, hat Sympatex die ’Fashion Industry Charter for Climate Action‘ der Vereinten Nationen unterzeichnet.

Im Rahmen von COP24 wurde im polnischen Katowice am 10. Dezember die UN ’Fashion Industrie Charter for Climate Action‘ der Öffentlichkeit vorgestellt. Sympatex hat die Satzung unterschrieben und sich dazu verpflichtet, in einem ersten Schritt bis 2030 den CO2-Ausstoß um 30% reduzieren. Erklärtes Ziel ist es, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase entlang der gesamten textilen Supply Chain kontinuierlich einzudämmen und bis 2050 komplett zu neutralisieren.

Neben Sympatex zählen unter anderem Puma SE, Adidas, Mammut Sports Group AG, Hugo Boss, H&M Group, Schoeller Textiles AG, Pidigi S.P.A. sowie die Designerin Stella McCartney zu den Erstunterzeichnern, aber auch wichtige NGOs zur Förderung von Nachhaltigkeit in der Textilindustrie wie etwa die Sustainable Apparel Coalition (SAC), Textile Exchange und die ZDHC (Zero Discharge of Hazardous Chemicals).

’Fashion Industry Charter for Climate Action‘ der Vereinten Nationen

Die Charter enthält neben den Reduktionszielen weiterhin wichtige Einzelmaßnahmen sowie konkrete Handlungsanweisungen. Hierzu zählen beispielsweise die gezielte Auswahl klimafreundlicher Materialien bereits im Designprozess, das Monitoring bzw. Reporting des Klimaeffektes durch die verwendeten Rohmaterialien, die Offenlegung der bevorzugten Materialien und der jeweils eingesetzten Energiequellen sowie das Ziel, die eingesetzten Materialien nach Nutzung wieder einer werterhaltenden Kreislaufwirtschaft zuführen zu können.

Michael Frantze / 11.12.2018 - 11:23 Uhr

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