Verbundgruppe

Umsatz von Intersport in Deutschland sinkt

Intersport-Geschäft in Wels (Foto: Intersport)
Intersport-Geschäft in Wels (Foto: Intersport)

Der Umsatz von Intersport in Deutschland ist 2018 um 3% gesunken. Die Sport-Verbundgruppe will sich künftig zur europäischen Sportplattform entwickeln.

Im Jahr 2018 hat Intersport in Deutschland, Österreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn 3,53 Mrd. Euro umgesetzt – das entspricht einem leichten Umsatzrückgang in Höhe von 1% gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland ging der Umsatz um 3% auf 2,85 Mrd. Euro zurück. Dagegen konnte in Österreich ein deutliches Plus in Höhe von 8% erzielt werden.
Selten sei ein Jahr für den Sporthandel so herausfordernd gewesen wie 2018, teilte Intersport zum Auftakt der Ispo in München mit. Gründe dafür seien der Jahresstart ohne Schnee im Januar, der lange heiße Sommer, das frühe Ausscheiden des DFB-Teams bei der Fußballweltmeisterschaft und der milde Dezember am Ende gewesen. „Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt, wie herausfordernd die Situation für unsere Händler am Markt gerade ist. Während Baden/Wassersport sowie Bike witterungsbedingt zulegen konnten, haben wichtige Erlebnisbereiche wie Outdoor und Wintersport deutlich verloren“, erklärte Intersport-CEO Alexander von Preen.

Intersport wird Plattform 

Als Antwort auf die Marktsituation betreibt Intersport die Neuausrichtung zu einer Händlerorganisation. Künftig will Intersport für Mitglieder und Kunden als übergreifende Plattform auftreten. „Wir verfügen mit über 1.100 Händlern und mehr als 1.800 Anschlusshäusern im Fünf-Länder-Verbund bereits heute über starke regionale Netzwerke. Diese werden wir in Zukunft noch intelligenter miteinander verbinden, um an jedem Kontaktpunkt zum Sport genau das richtige Angebot für unsere Kunden zu haben“, so CEO Alexander von Preen zur Vision. „Im Flächengeschäft wollen wir mit unseren Händlern weiter die Nummer eins sein, was Größe, Professionalität, Leistung, Qualität und Reichweite betrifft.“ Gleichzeitig baue der Verbund sein Serviceangebot für die Händler aus und positioniere sich als ’Brand Builder‘.„Unser Anspruch als Brand Builder ist es einmal, durch unseren neuen Category Management-Ansatz jederzeit das beste Sortiment bereitzustellen und darüber hinaus, den Kunden durch unsere vielfältigen Dienstleistungen als Händlerorganisation beste Beratung, beste Erlebnisqualität, beste Digitalerfahrungen sowie besten Service zu bieten“, sagte Vorstand Mathias Boenke. Ziel sei es, über starke Partnerschaften und Kooperationen zur größten Sportplattform Europas zu werden.

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Helge Neumann / 04.02.2019 - 10:51 Uhr

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