Handelsstreit mit China

US-Schuhbranche wehrt sich gegen Trump-Pläne

US-Präsident Donald Trump hat den Handelsstreit mit China verschärft. Weitere Importe könnten mit Strafzöllen belegt werden, darunter auch Schuhe. Aus der US-Schuhbranche kommt Widerstand.

Donald Trump hatte über Twitter angekündigt, die bestehenden Strafzölle auf Waren aus China im Wert von 200 Mrd. Dollar von 10% auf 25% zu erhöhen. Darüber hinaus sollen weitere Produkte im Wert von 325 Mrd. Dollar, die bislang von den Maßnahmen ausgenommen waren, ebenfalls mit einer Einfuhrsteuer in Höhe von 25% belegt werden – darunter zahlreiche Konsumgüter.

„Zölle schaden amerikanischen Familien"

Die American Apparel & Footwear Association sprach sich deutlich gegen die Pläne des US-Präsidenten aus. „Wir lehnen die Ankündigung des Präsidenten, die amerikanischen Familien zu bestrafen und das Wirtschaftswachstum zu behindern, indem weitere Zölle auf US-Importe aus China erhoben werden, nachdrücklich ab“, erklärte der Verbandsvorsitzende Rick Helfenbein. „Zölle stellen eine zusätzliche Steuerbelastung für die Amerikaner dar. Diese Steuern werden nicht vom Ausland gezahlt und verursachen höhere Kosten, die an den amerikanischen Verbraucher weitergegeben werden. Die vom Präsidenten beschriebenen Zölle – sowohl diejenigen, die auf 25% angehoben würden, als auch diejenigen, die Verbrauchsgütern wie Kleidung und Schuhen betreffen würden – werden nur US-Familien und US-Arbeiter treffen, US-Unternehmen und die US-Wirtschaft“, so Helfenbein weiter.

Auch der amerikanische Einzelhandelsverband warnte vor einer Eskalation des Handelsstreits mit China. „Zölle sind Steuern, die von amerikanischen Unternehmen und Verbrauchern gezahlt werden, nicht von China“, betonte David French von der National Retail Federation. Der Einzelhandel in den USA unterstütze die Forderung nach einer Veränderung der chinesischen Handelspraktiken, jedoch nicht zu Lasten der amerikanischen Konsumenten. David French: „Wenn die Regierung mehr Druck auf China ausüben will, sollte sie eine multinationale Koalition mit unseren Verbündeten bilden, die unsere Bedenken teilen. Wir fordern die Regierung auf, diese Steuererhöhung für Amerikaner zu überdenken und am Verhandlungstisch zu bleiben, bis eine Einigung erzielt ist. “

 
Helge Neumann / 10.05.2019 - 09:17 Uhr

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