Nachhaltige Produktion

Vaude-Geschäftsführerin berichtet auf UN-Konferenz

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude, und Christian Felber, Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), bei der Konferenz der UN-Wirtschaftskommission für Europa in Genf. (Foto: Vaude)
Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude, und Christian Felber, Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ), bei der Konferenz der UN-Wirtschaftskommission für Europa in Genf. (Foto: Vaude)

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin des Outdoor-Ausrüsters Vaude, stellte auf der UN-Konferenz das alternative Wirtschaftsmodell und die Gemeinwohlbilanz vor. Dabei kritisierte sie auch herkömmliche Wirtschaftsmodelle scharf.

Der Outdoor-Ausrüster Vaude mit Sitz im süddeutschen Tettnang ist laut Pressemitteilung Pionier im Bereich der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und veröffentlicht regelmäßig auditierte Berichte dazu. Mit seinen rund 500 Mitarbeitern produziert Vaude nach eigenen Angaben umweltfreundliche Produkte aus fairer Herstellung.

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist ein alternatives Wirtschaftsmodell für nachhaltig arbeitende Unternehmen. Es soll als Instrumentarium dienen, um wirksame Maßnahmen für globale ökologische und soziale Herausforderungen zu etablieren. 

 

Vaude: Nachteile für nachhaltig orientierte Unternehmen verringern

Antje von Dewitz hob auf der UN-Konferenz hervor, dass nachhaltig orientierte Unternehmen aufgrund eines Mehraufwands, höherer Kosten und dadurch entstehender Unsicherheit benachteiligt seien. 

„Denn in unserem Wirtschaftssystem sind nachhaltige Lieferketten eine freiwillige Leistung. Unternehmen werden vor allem nach ihrem finanziellen Erfolg bewertet. Sie sollten jedoch auch daran gemessen werden, inwieweit sie Verantwortung für Mensch und Umwelt übernehmen und die wahren Kosten für ihre Produkte berücksichtigen”, erklärte von Dewitz den Konferenzteilnehmern in Genf. 

Das Ziel der GWÖ ist es, Nachhaltigkeit in den Unternehmen zu verankern und diese, zum Beispiel durch Steuernachlässe, zu einem Umdenken zu bewegen. 

 

Vaude-Chefin kritisiert herkömmliche Modelle

„Wenn wir Unternehmen für den ökologischen und sozialen Schaden, den sie anrichten, zu Kasse bitten, dann würden globale Herausforderungen wie die Klimaerwärmung sofort einen ganz anderen Stellenwert in unserer Welt erhalten. Wir freuen uns, dass der Ansatz der GWÖ auch in der Politik und der Wirtschaft immer mehr Zuspruch findet”, so die Vaude-Geschäftsführerin. 

Bereits im Februar 2019 zeichnete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Vaude für den besten Nachhaltigkeitsbericht aus.

Mehr Informationen zum Nachhaltigkeitsbericht finden Sie hier.

Laura Klesper / 02.04.2019 - 09:24 Uhr

Weitere Nachrichten