Austauschbörse für Restwertstoffe

Vaude gründet Upcycling Community

Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz begrüßte die Teilnehmer beim ersten Event der Upcycling Community. (Foto: Vaude)
Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz begrüßte die Teilnehmer beim ersten Event der Upcycling Community. (Foto: Vaude)

Der Outdoor-Ausrüster Vaude hat eine Upcycling Community gegründet. Der Marktplatz soll den Austausch zwischen Kreativen und ’Rest(wert)stoffproduzenten‘ erleichtern.

Mitte Juli wurde die Upcycling Community bei einem öffentlichen Event am Vaude Firmensitz in Tettnang mit rund 80 Besuchern von Unternehmen, Schulen, Hochschulen und zahlreichen Kreativen offiziell eröffnet. Die teilnehmenden Unternehmen stammen aus den unterschiedlichsten Branchen: Tarienna (Produkt-Dienstleister), mbk Maschinenbau, die Werbeagentur FFI und die Messebau-Firma e.Konzept, teilt Vaude mit.

Bereits vor Projektstart tat sich Vaude mit weiteren Unternehmen zusammen, denen das Thema ’Upcycling‘ am Herzen liegt. Sie möchten sich gemeinsam für ein geringeres Müllaufkommen einsetzen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt. Die Hauptidee ist eine Material-Austauschbörse, die auch zur Ideenfindung für neue Upcycling-Produkte und Kooperationen dienen soll. So werden Ressourcen geschont und vermeintliche Abfallprodukte bekommen ein zweites Leben.

Vaude-Geschäftsführerin Antje von Dewitz betonte in ihrer Begrüßungsrede, wie wichtig es sei, Produktkreisläufe zu schließen und das Leben der einzelnen Produkte zu verlängern. Die Upcycling Community sei ein Teil des ganzheitlichen Nachhaltigkeitskonzepts von Vaude und demonstriere die Verantwortung, die das Unternehmen für Mensch und Natur übernimmt. Einfach sei dies aber nicht. „Nachhaltigkeit ist Teamsport! Um Kreisläufe zu schließen und volle Verantwortung für zukünftige Generationen übernehmen zu können, müssen wir zusammenarbeiten, uns austauschen und gemeinsam Alternativen entwickeln!“

Die Vaude Upcycling Community

Im ersten Schritt startet die Upcycling Community mit der Vermittlung von Restmaterial-Boxen auf Facebook. Hier informiert sie auch rund um das Thema Upcycling, um andere zu inspirieren selbst nachhaltig tätig zu werden. Auf lange Sicht möchten die Gründer die Plattform weiterentwickeln und damit stärker auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen. Im Idealfall, so die Initiatoren, entsteht ein Kreislauf, in dem zu Beginn Restwertstoffe angeboten werden. Der Käufer macht dann neue Produkte daraus, um sie schließlich anderen Community-Mitgliedern zu zeigen, die sie wiederum käuflich erwerben können.

Die Idee entstand nach der Eröffnung der Vaude Upcycling Werkstatt, in der Geflüchtete aus Restmaterialien modischen Shopper-Taschen nähen. Das Projekt sei von Anfang an ein großer Erfolg gewesen und so entschlossen sich engagierte Mitarbeiter, das Projekt auszuweiten – die Idee zur Upcycling Community war geboren. 

Tobias Kurtz / 08.08.2018 - 12:51 Uhr

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