Berlin & Brandenburg

Verdi baut Druck für Verhandlungen im Einzelhandel auf

Streiks im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten dazu aufgerufen, am 18. August die Arbeit niederzulegen. Betroffen sind Galeria Kaufhof, Kaufland, H&M, Rewe/Penny, Thalia, Ikea, Real und Zara.

Hintergrund für den überraschenden Streikaufruft sind stockenden Gesprächen zwischen Verdi und Arbeitgebern des Einzelhandels. Noch immer sind beide Verhandlungsparteien „sehr weit voneinander entfernt“, teilt Verdi mit. So boten die Arbeitgeber für die Erhöhung von Löhnen und Gehältern und Ausbildungsvergütungen tabellenwirksame Erhöhungen von gerade einmal 2,0% nach zwei Monaten ohne Erhöhung für das erste Jahr bei einer 24-monatigen Laufzeit. Für das zweite Jahr boten sie 1,8% Erhöhung der Tabelle an. Die in der ersten Tarifverhandlung noch angebotenen zusätzlichen Einmalbeträge von 150 Euro je Tarifjahr wurden zurückgezogen. Für Brandenburg geht es außerdem um die Angleichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld an das Berliner Niveau.

Die nächsten Tarifverhandlungen finden für Berlin am kommenden Montag, dem  21. August 2017 und die für Brandenburg am kommenden Mittwoch, dem 23. August 2017 statt.
 

Michael Frantze / 18.08.2017 - 07:36 Uhr

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