Studie zeigt

Warenschwund kostet jährlich über 49 Milliarden Euro

Ladendiebstahl ist eine häufige Ursache von Warenschwund. (Foto: Shutterstock)
Ladendiebstahl ist eine häufige Ursache von Warenschwund. (Foto: Shutterstock)

Die Studie von Checkpoint Systems und Crime&tech zeigt: Die Verluste durch Warenschwund kosten den europäischen Einzelhandel mehr als 49 Milliarden Euro jährlich, was 2,05% des Jahresumsatzes entspricht.

Die Gesamtschwundrate 2017 ist gegenüber 2016 um 0,19 % angestiegen. Der Verlust ergibt sich aus der Summe des Warenschwundbetrags (1,44 % des Umsatzes) und der Sicherheitsausgaben (0,61%). Der Bericht „Retail Security in Europe: Going Beyond Shrinkage“ (Warensicherung in Europa: Über den Warenschwund hinausgehend) wurde von Crime&tech, einem Spin-off der Universität Università Cattolica del Sacro Cuore – Transcrime mit Unterstützung von Checkpoint Systems, dem weltweit führenden Anbieter von In-Source-Käufer-Lösungen, durchgeführt.

Die am meisten gestohlenen Artikel

Die Studie stellt die am stärksten gefährdeten Produkte dar, die von Ladendieben bevorzugt werden. Im Bekleidungsbereich waren Accessoires, Strickwaren, Hosen und Blusen die am meisten gestohlenen Artikel.

Bekleidungshandel auf Platz zwei

Mit Rückmeldungen von Einzelhändlern in elf Ländern (Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Russland, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich) zeigt der Bericht, dass die Gesamtverluste durch Warenschwund im Vergleich zum Gesamtumsatz der Unternehmen dem Umsatz des viertgrößten Einzelhändlers in Europa entsprechen würde. Die Sektoren mit der höchsten Schwundrate waren der Lebensmittel- (2,0%) und Bekleidungseinzelhandel (1,4%). Die Sektoren mit den niedrigsten Raten waren die Elektronik- (0,4%), Schönheits- und Kosmetik -(0,5%) und Sportartikelsektoren (0,7%). Der Schwundwert beinhaltete externe und interne Diebstähle, aber auch Verwaltungsfehler, nicht konforme Verwendung, Abfall, verfallene Waren und beschädigte tiefgefrorene Waren.

Diebstahl und Betrug

Die häufigsten kriminellen Ursachen für Warenschwund sind Ladendiebstahl, Mitarbeiterdiebstahl und Betrug mit immer ausgefeilteren Formen des internen Betrugs, wie falsche Lücken, Rückgabebetrug und Kundenkartenbetrug.
„Greifen und Wegrennen“ ist nach wie vor der häufigste Modus operandi für Ladendiebe, während auch Booster Bags, sogenannte „Klautaschen“, die verhindern, dass etikettierte Produkte von älteren Modellen der EAS-Technologie erkannt werden, häufig eingesetzt werden.
Auch Geschäfte mit aktuellen Versionen von Self-Checkout-Technologien verzeichnen höhere Schwundraten.Zu den am häufigsten eingesetzten Gegenmaßnahmen gehören Videoüberwachung (von 80% der Befragten genutzt), elektronische Artikelsicherungsetiketten (EAS) und Drittanbieter-Alarme (70%), während mehr als 25% der Befragten EAS und CCTV für einen effizienteren Schutz kombinieren.

Mara Mechmann / 21.06.2019 - 10:07 Uhr

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