Interview mit der Wirtschaftswoche

Warum Zalando Wachstumsschmerzen hat

Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche erklärt die Personalchefin von Zalando, Frauke von Polier, wie das Unternehmen den Kulturwandel vom Start-up zum Big Player vollzogen hat.

Frauke von Polier ist seit April 2011 bei Zalando beschäftigt. Seinerzeit war das Unternehmen noch ein Start-up. Inzwischen ist es international aktiv. Im Interview mit der Wirtschaftswoche schildert die Expertin, welchen Weg das Unternehmen in den letzten Jahren vollzogen hat – und was das für die Mitarbeiter bedeutete. „Wir waren damals eindeutig ein Start-up. Als ich anfing, hatten wir kaum feste Strukturen. Es war unklar, wer wem etwas zu agen hat oder wer über welches Budget entscheiden darf“, so von Polier. 

Anfangs habe sich das Unternehmen den Menschen angepasst. „Aber wir waren eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas und stellten sehr viele Mitarbeiter in sehr kurzer Zeit ein“, so die Personalverantwortliche. Man habe sich daher professionalisieren müssen, um profitabel zu werden, habe Systeme und Hierarchien einführen müssen. Damit habe man sich von der alten Start-up-Kultur, in der jeder mitmischen konnte, verabschiedet – zugleich aber seien neue Strukturen noch nicht etabliert gewesen. 

Heute versuche man wieder, eine Start-up-Kultur trotz der großen Mitarbeiterzahl zu implementieren, so von Polier. 

   
Redaktion / 19.09.2017 - 15:30 Uhr

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