Interview

Was Fond of Bags unter Nachhaltigkeit versteht

Fond of Bags ist Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016 und des Deutschen CSR-Preises 2017. Im Gespräch mit Lederwaren Report erklärt der CSR-Verantwortliche Michael Damm die Strategie des Taschenanbieters.

LR: Auf dem Weg zum nachhaltigen Unternehmen: Wo würden Sie FOB auf einer Skala von eins bis zehn einstufen?

Michael Damm: Das kann ich nicht sagen. Meiner Meinung nach ist nachhaltiges Unternehmertum heutzutage im Konsumgüterbereich grundsätzlich nicht möglich, da jeder von uns gerade durch den Konsum viel mehr Ressourcen verbraucht als uns zustehen und als die Erde regenerieren kann. Nachfolgende Generationen werden nicht so leben können wie wir. Stattdessen spreche ich daher lieber davon, dass wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Verantwortung resultiert aus Wissen, Wollen und Können. Das Problem in der globalisierten Welt ist, dass unsere Arme so lang geworden sind, dass wir nicht mehr wissen, was unsere Hände tun. Dieses Wissen wieder zu erlangen, ist elementar um Verantwortung übernehmen zu können.

LR: Das gilt auch für Fond of Bags?

Michael Damm: Ja natürlich. Unsere erste Aufgabe lautet daher ,hinschauen und verstehen'. Daran arbeiten wir, das ist aber auch der anstrengendste und schwierigste Schritt. Wenn wir eine 10 für die komplette Kenntnis und Transparenz der Lieferkette vergeben und eine 1 dafür, dass wir mit einem unbekannten Agenten zusammenarbeiten, dann sind wir derzeit vielleicht bei einer 7.

LR: Also schon ziemlich weit.

Michael Damm: Das ist Ansichtssache, da die ersten Schritte vergleichsweise einfach sind. Im Fokus standen in der Vergangenheit unsere Nähereien, da wir dort auch den größten Einfluss und Hebel haben. (...)
 

Das ausführliche Interview mit Michael Damm lesen Sie in der kommenden Ausgabe von Lederwaren Report, die Anfang Mai erscheint.

Tobias Kurtz / 25.04.2017 - 13:26 Uhr

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