Zweite Messe findet im März statt

Was plant die Gallery Shoes?

Die erste Ausgabe der Gallery Shoes Ende August wurde positiv 
bewertet. Was können Aussteller und Besucher im März erwarten? schuhkurier sprach mit Messe-Chefin Ulrike Kähler.

Nach dem erfolgreichen Start im August – was wird sich zur zweiten Ausgabe der Gallery Shoes ändern?

Unsere primäre Aufgabe bestand darin, dem europäischen Schuhbusiness auf dem Areal Böhler in Düsseldorf eine neue Heimat zu geben. Das ist dank dem uns entgegen gebrachten Vertrauen gelungen. Die neu geschaffene Struktur der Messe wird grundsätzlich nicht verändert. Das gilt auch für die Segmentierung innerhalb der Hallen. Das Feedback seitens Industrie und Handel war diesbezüglich bestätigend. Interessant ist jedoch sicher, dass wir die Fläche um eine dritte Leichtbauhalle zwischen ’Alte Schmiedehallen‘ und ’Kaltstahlhalle‘ erweitern. Die beiden anderen Leichtbauhallen der ersten Ausgabe, die ’Blankstahlhalle‘ und ’Edelstahlhalle‘, werden zudem noch etwas vergrößert. Neu ist dabei auch, dass die Kids’ Zone in die ’Edelstahlhalle‘ umzieht und der erweiterte Contemporary Bereich ab sofort in der ’Blankstahlhalle‘ zu finden ist. Zudem wird die Eingangssituation an den ’Alten Schmiedehallen‘ als Hauptregistrierung vergrößert und nach außen durch ein Zelt mit größerer Garderobe und einem Café erweitert. Für die zweite Registrierungsstelle vor der ’Edelstahlhalle‘ für den neuen Bereich Kids’ Zone wird in der kommenden Ausgabe ein Vordach installiert. Die dritte Registrierung vor der ’Blankstahlhalle‘ bleibt unverändert. 

Haben sich bereits Neuaussteller 
angekündigt?

Selbstverständlich werden auch neue Namen dabei sein. Dies ist dadurch möglich, dass wir dem teils bestehenden Wunsch nach individueller Standvergrößerung nicht nachkommen, sondern zum Wohle der Veranstaltung an dem bestehenden Konzept einer kuratierten Messe mit spannendem und kompetentem Markenmix festhalten. Es muss Raum für neue Labels bleiben, damit 
Bewegung drin bleibt, was für ein lebendiges Markenkaleidoskop entscheidend ist. 

Im August war das Areal Böhler der ’Star‘. Wird auch im März das Außengelände genutzt?

Der Food- und Cateringbereich wird auch im ’Winter‘ – März ist nicht Januar! – auf den Außenflächen angesiedelt sein. Das, was im Sommer cooles Clubfeeling vermittelt hat, werden wir im März durch cozy Winter-Ambiente wettmachen. Unsere Gäste fürsorglich zu behandeln und für einen stimmungsvollen Aufenthalt zu sorgen, steht zu jeder Saison an erster Stelle. Wir denken für die kommende Ausgabe z.B. an 
Iglu-Zelte, u. a. für den Ausstellerabend, überdachte Walkways, Trucks, beheizte Außenzonen, Sitzzonen mit Fellen und Decken etc. Ich bin sicher, dass auch im März das Gefühl eines stimmigen und stimmungsvollen Gesamtevents empfunden werden kann. 

Sie haben angekündigt, verstärkt internationale Besuchergruppe nach Düsseldorf locken zu wollen. Wurden hier bereits erste Schritte unternommen?

Wir arbeiten diesbezüglich mit Auslandsvertretungen u. a. in Skandinavien, Osteuropa, Russland sowie Südeuropa zusammen und investieren spürbar in marktspezifische Aktionen. Dazu gehört für einige Länder u. a. die Installation von nationalen Websites, um die Besucher in der eigenen Landessprache anzusprechen. Optimierte E-Services machen beispielsweise die Registrierung auf diesen Websites für ausländische Gäste leichter. Und auch die logistischen Services hier in Düsseldorf werden deutlich in der eigenen Sprache herausgestellt. Zur Kommunikation gehören darüber hinaus die Durchführung von Besucher- und Presse-Roundtables als auch die spezifische Kooperation mit nationalen Verbänden. Zur ersten Ausgabe der Gallery Shoes kamen 9.200 europäische Facheinkäufer. Für März erwarten wir eine Steigerung.

Die Parkplatz- und Zufahrtssituation im August wurde von einigen Besuchern kritisch gesehen. Ist hier im März mit Änderungen zu rechnen?

Die Situation zur ersten Ausgabe wurde durch eine Baustelle und durch die Tatsache, dass Aussteller und Besucher gleichzeitig auf das Gelände wollten, erschwert. Daher haben wir uns entschieden, dass primär die Aussteller auf das Gelände kommen werden. Damit schaffen wir Klarheit und vermeiden den Stau am Morgen durch die gleichzeitige Anfahrt von Ausstellern und Besuchern, die wiederum zu stockenden Umleitungen auf alternative Parkplätze für beide Gruppen geführt hat. Für Besucher halten wir hauptsächlich außen liegende Parkplätze mit regelmäßigen Shuttles bereit. Dazu gehören u. a. der Parkplatz am Strandbad Lörick. Die Shuttles sorgen für sehr gute Erreichbarkeit und Frequenz. Aufgrund der regelmäßigen Besucherrotation kann auf den externen Parkplätzen ein sehr hohes Volumen aufgefangen werden. 

Wie sehen Sie die Rolle der 
Gallery Shoes im internationalen 
Messekalender?

Gallery Shoes hat auf dem deutschen Markt ihre führende Rolle für europäisches Schuhbusiness eingenommen. Sie steht für uns international in der Relevanz nach der Micam, die selbstverständlich Marktführer ist. Splitterungen finden derzeit zwar statt, dennoch glauben wir an die hohe Kraft einer fokussierten, kompetenten Plattform, die zu einem Zeitpunkt die europäische Schuhindustrie transparent und mit kurzen Wegen abbildet. Effizienz, Kompetenz und Konzentration gehören zu den wichtigsten Services und Werten unserer Zeit. Dafür stehen wir in hohem Maß.

Helge Neumann / 06.12.2017 - 09:47 Uhr

Weitere Nachrichten

Mehr als 43.000 Besucher kamen zur 87. Ausgabe der Micam. (Foto: Micam)

Micam stärkt Sportsegment

Messen

Die Schuhmesse Micam richtet zur kommenden Ausgabe Mitte September einen neuen Ausstellungsbereich ein. Im ’Players District‘ sollen vor allem Sport- und Outdoor-Marken ausstellen.