Schuhfilialist aus Warendorf

Wie geht es weiter bei Fascies?

Schuhpark Fascies-Filiale
Schuhpark Fascies-Filiale

Die Meldung von der geplanten Insolvenz in Eigenverwaltung des Schuhfilialisten Fascies hat viel Aufmerksamkeit erregt. Welche weiteren Schritte plant das Unternehmen? schuhkurier fragte nach.

schuhkurier: In Ihrer Pressemitteilung vom 9. Januar zur Insolvenz in Eigenverwaltung ist die Rede davon, dass ein Plan zur Neuaufstellung des Unternehmens erarbeitet werden soll. Wie weit ist dieser Plan bereits gediehen?

Unser Ziel ist es, mit dem jetzt eingeschlagenen Eigenverwaltungsverfahren das Unternehmen so aufzustellen, dass es nach der Restrukturierung eine nachhaltige Rendite erzielen kann, die den langfristigen Fortbestand des Unternehmens im Interesse aller Beteiligten sicherstellt. Wir sind gerade dabei, die vorliegenden Überlegungen zur Restrukturierung des Unternehmens auszuarbeiten. Das wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Unsere Pläne dazu werden wir zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Herr Fascies ist auf der ersten Messe der Saison, der Expo Riva Schuh am Gardasee, mit vielen Lieferanten im Gespräch gewesen. Welches Feedback gab es seitens der Unternehmen?

Herr Fascies hat auf der Messe sehr gute Gespräche geführt. Die Lieferanten verstehen unsere Situation und haben mitgeteilt, uns auch auf dem Weg der Eigenverwaltung zu unterstützen. Nicht zuletzt aufgrund unserer jahrzehntelangen intensiven Geschäftsbeziehungen stehen sie uns weiterhin im vollen Umfang zur Verfügung.

Dem Vernehmen nach soll versucht werden, um die 30 der aktuell 89 Standorte zu schließen. Stimmt diese Information? Wenn ja, welche Standorte sind betroffen?

Das Restrukturierungskonzept wird in den nächsten Wochen erst noch konkretisiert. Erst dann werden wir über konkrete Maßnahmen sprechen. Der Plan wird den Erhalt des Unternehmens durch eine leistungs- und finanzwirtschaftliche Reorganisation vorsehen. Fest steht: Um das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen, sind eine deutliche Reduzierung der Kosten und Investitionen in die Zukunft erforderlich. Der Filialbetrieb (sowie der Online-Shop) laufen derweil ohne Einschränkung weiter.

In Ihrer Pressemitteilung ist von „attraktiven Sonderaktionen“ in den kommenden Wochen die Rede. Welche sind damit gemeint?

Aktuell ist die komplette Winterware 20-50 Prozent reduziert.

In der Mitteilung heißt es weiter, auch die Abkehr des Kunden zugunsten des Online-Handels habe die Situation des Schuhfilialisten Fascies verschärft. Hat das Unternehmen auf diese Entwicklung keine richtigen Antworten gefunden – etwa die Einrichtung eines eigenen Onlineshops bzw. die Kooperation mit einem solchen Anbieter?

Die Schuhpark Fascies GmbH betreibt auf www.schuhpark.de ein eigenen Online-Shop. Betrieb und Vermarktung eines derartigen Angebots sind allerdings mit hohen Anlaufkosten und Investitionen verbunden. Kaum ein Anbieter arbeitet in diesem Segment derzeit wirtschaftlich.

Die Fragen beantwortete Thomas Feldmann, der für die Kommunikation des Unternehmens Fascies verantwortlich ist. 

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Petra Steinke / 23.01.2019 - 11:31 Uhr

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