„Wir handeln aus voller Überzeugung“

Wie man bei Ricosta mit Nachhaltigkeit umgeht

Kai Moewes
Kai Moewes

Gesunde Kinderschuhe, unbedenkliche Materialien, umweltbewusste Fertigung – der Donaueschinger Schuhhersteller Ricosta setzt stark auf das Thema Nachhaltigkeit. Im Gespräch mit schuhkurier erklärt Vertriebsleiter Kai Moewes die Hintergründe.

Wird das Thema Nachhaltigkeit für Ricosta wichtiger?

Kai Moewes: Das Thema Nachhaltigkeit war für unser Unternehmen immer schon von großer Bedeutung. Während sich einige Hersteller (gerade in letzter Zeit) dem Thema eher aus Marketing-Gründen widmen, nehmen wir Nachhaltigkeit seit der Gründung unseres Unternehmens sehr ernst und handeln aus voller Überzeugung danach.

Wie wird bei Ricosta das Thema Nachhaltigkeit im Bereich der Materialien gewertet?

Die Herkunft der Materialien – bei uns stammen fast alle Materialien aus Europa – spielt eine wichtige Rolle. Wir arbeiten in erster Linie mit zertifizierten Unternehmen zusammen, die auf eine nachhaltige Herstellung ihrer Produkte bedacht sind. Außerdem lassen wir alle Schuhe im Rahmen von Chargenprüfungen beim PFI kontrollieren.

Stellen Sie ein zunehmendes Interesse bei den Verbrauchern fest?

In aller Deutlichkeit ja! Die Verbraucher sind zunehmend sensibler. Wir tragen dem Rechnung und weisen bei Content/Produktbeschreibungen verstärkt auf diese Thematik und unsere Stärken in diesem Bereich hin. Aktuelle Statistiken belegen, dass insbesondere für online-Kunden das Thema Nachhaltigkeit an Relevanz zunimmt. Auch wir stellen fest, dass immer mehr Mütter über Facebook oder andere Social Media Kanäle konkrete Antworten zu Fragen nach Herkunft, Materialzusammensetzung unserer Schuhe erhalten möchten. Der Verbraucher will mehr wissen, will auf Nummer sicher gehen. Es versteht sich von selbst, dass Nachhaltigkeit bei Kinderschuhen eine besonders wichtige Rolle spielt.

Welche Kriterien müssen nachhaltige Schuhe aus Ihrer Sicht erfüllen?

Hier geht es um die gesamte Kette, das heißt um alle relevanten Kriterien rund um Nachhaltigkeit, die eingehalten werden müssen: um ökologische und ökonomische Werte, vor allem aber auch um soziale Werte. Zum nachhaltigen Handeln gehört die unternehmerische, soziale Verantwortung, also die Corporate Social Responsibility (CSR), unabdingbar dazu. CSR fordert von Unternehmen ein Handeln, das über die bereits bestehenden gesetzlichen Vorgaben hinaus Verantwortung für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit übernimmt. Dafür wurden wir 2016 als erster Schuhhersteller weltweit mit dem Zertifikat ’ETI Base Code‘ der Ethical Trade Initiative (ETI) ausgezeichnet.

Weitere spannende News und Berichte rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Schuhbranche lesen Sie in der kommenden Ausgabe von schuhkurier. 

Petra Salewski / 06.09.2017 - 13:58 Uhr

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