Marke der Bauerfeind-Gruppe wird neu aufgestellt

Wohin steuert Marc?

Thomas Bauerfeind
Thomas Bauerfeind

Die Berkemann-Gruppe will der zuletzt schwächelnden Marke Marc Shoes zu neuem Schwung verhelfen. Eine wichtige Rolle soll dabei mehr Verbindlichkeit, aber auch mehr Flexibilität für den Handel spielen.

Nach der Übernahme durch die Berkemann-Gruppe im Jahr 2011 hat sich Marc als Sorgenkind im Markenportfolio herausgestellt, das sich zuletzt sehr schwer im Markt tat. Mit neuen Impulsen und Ideen soll man wieder Lust auf Marc verspüren. Die Marke soll nach dem Willen von Geschäftsführer Thomas Bauerfeind „neue Wege beschreiten“ gehen und so wieder zu den Händlern und zum Endkunden zurückfinden.

Um dem Warenbestandsrisiko zu entgehen, werde im Schuhhandel zu viel und zu früh reduziert, ist Bauerfeind überzeugt. Am schlimmsten sei es, wenn etwa Ende Dezember bereits die aktuelle Ware im Schlussverkauf lande. Marc will hier andere Wege gehen.

Zum einen sollen bei der Marke starre Kollektionen, also zwei feste Saisons, aufgebrochen werden, zum anderen auch bunte und ansprechende Themenwelten geschaffen werden. Ziel sei es, das Risiko des Handels zu minimieren, indem die Abnahme kleinerer Stückzahlen vereinfacht wird und eine flexible und schnelle Nachbestellung möglich ist. „Kleineres Lager, sichere Margen“, so das Motto laut Bauerfeind.

„Im Kern geht es darum, den Preiskampf zu vermeiden. Der Handel kann nachbestellen, wenn Ware fehlt, und muss keine großen Lager vorhalten. Geringere Bestellmengen bedeuten hohe Flexibilität im Einkauf und der Händler hat Zugriff auf die passende Ware, nah an den Kundenwünschen“, erläutert der Unternehmer.

Das seitens Berkemann geschnürte Marc-Paket kommt auf einer vertraglichen Grundlage mit dem Händler daher, wobei sich der Händler zu einer festen Mindestabnahme verpflichtet. Hinzu kommt aber eine Rückgabemöglichkeit von bis zu 90% des Warenwerts, um Reduzierungen zu vermeiden und das Preisniveau zu halten. „Natürlich sollte die Warenrückgabe vermieden werden, aber lieber zurückgeben, bevor die Ware online verramscht wird“, fasste Bauerfeind das Konzept zusammen.
„Mit dieser neuen Ausrichtung hat der Händler weniger Risiko. Das Risiko bleibt beim Hersteller, der die Zügel in der Hand hat. Dieser neue Vertriebsweg bei Marc ist eine Blaupause, die auch auf die anderen Marken übertragen werden könnte.“

Bei den Kunden soll Marc mit kontinuierlich wechselnden Themenwelten punkten. Dabei wird auch mit Farben gespielt. Mehr Kollektionen und ein attraktiver Sortimentswechsel im Shop sollen die Marke wieder interessant machen.

Weitere Details lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 33

Redaktion / 16.08.2017 - 13:28 Uhr

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