Destatis

Zahl der Insolvenzen steigt

Die Zahl der Un­ter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Deutsch­land ist im Mai 2017 ge­gen­über dem Vor­jah­res­mo­nat um 1,6% ge­stie­gen. Der Handel ist am stärksten betroffen.

Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis)be­rich­tet, mel­de­ten 1.764 Un­ter­neh­men In­sol­venz an. Im Wirt­schafts­be­reich Handel (ein­schlie­ß­lich In­stand­hal­tung und Re­pa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen) gab es nach Angaben von De­sta­tis im Mai 2017 mit 296 Fällen die meisten Un­ter­neh­mens­in­sol­ven­zen. 290 In­sol­venz­an­trä­ge stell­ten Un­ter­neh­men des Bau­ge­wer­bes. Im Wirt­schafts­be­reich Er­brin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wurden 227 In­sol­venz­an­trä­ge ge­mel­det.

Die vor­aus­sicht­li­chen For­de­run­gen der Gläu­bi­ger aus be­an­trag­ten Un­ter­neh­mens­in­sol­ven­zen be­zif­fer­ten die Amts­ge­rich­te auf knapp 1,6 Mrd. Euro. Im Mai 2016 hatten sie bei 2,1 Mrd. Euro gelegen.

Tobias Kurtz / 11.08.2017 - 09:02 Uhr

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