Planet-Shopper-Index

Zielgruppe Touristen: Russen gewinnen an Kaufkraft zurück

Der Planet-Shopper-Index für das erste Quartal 2019 zeigt, dass vor allem russische Käufer für Europa wieder an Bedeutung gewinnen. So hat sich die Inflation nun auf ein Niveau von 2,6% eingependelt, was für Kunden aus Russland ein höheres verfügbares Einkommen bedeutet.

Touristen als Zielgruppe

Internationale Touristen spielen als Zielgruppe für den Einzelhandel eine zentrale Rolle. Russland gilt traditionell als einer der lukrativsten Quellmärkte für die Luxussegmente des europäischen Einzelhandels.
Russische Kunden stimmen im ersten Quartal 2019 vor allem die Einzelhändler in München, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Ingolstadt, Köln und Metzingen positiv. Besonders stark ist der Tax-Free-Umsatz in Köln (+60%), Ingolstadt (+39%) und Metzingen (+32%) im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum vierten Quartal 2018 gestiegen. Ingolstadt und Metzingen gelten auf Grund ihrer Outlets als besonders attraktive Reiseziele für russische und internationale Käufer im Allgemeinen. Schließlich finden sie hier die großen Luxusmarken der Modebranche vereint.

Russland auf Platz zwei

Für das ersten Quartal 2019 zeigt sich eine positive Entwicklung der russischen Kaufkraft im Vergleich zum Vorjahr, das von Kursschwankungen negativ geprägt war. Die Inflation hat sich in Russland nun auf ein Niveau von 2,6% eingependelt. Dadurch ist der durchschnittliche Transaktionswert beim Tax Free Shopping von 519 Euro im letzten Quartal 2018 auf 526 Euro gestiegen und das Gesamtumsatzvolumen russischer Käufer hat deutlich zugenommen. Damit liegt Russland im Umsatzranking internationaler Shopping-Quellmärkte auf Platz zwei direkt hinter China.

Für den Index kombiniert Planet eigene Tax Free Shopping-Umsatzdaten mit wesentlichen wirtschaftlichen Kennzahlen wie Inflation, BIP-Wachstum und Währungsentwicklung. So können für die einzelnen Länder aussagekräftige Bewertungen entwickelt werden, die deren Position in der globalen Rangliste der Einkaufsnationen verdeutlichen.

Mara Mechmann / 19.06.2019 - 15:43 Uhr

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