„Limit eihalde!“
Gisela Bödeker und Kevser Ayranci sorgen dafür, dass das Sortiment aus Mode und Schuhen immer up to date ist. Und die Textilbranche macht es ihnen leicht. Da lägen „Lichtjahre“ zwischen der Mode- und der Schuhbranche, was Prozesse betrifft, erläutert Louis Bödeker. Es sei immer wieder erstaunlich, wie schnell und agil Modelieferanten seien, wie selbstverständlich EDI, Renner-Penner-Listen, Nachlieferservice oder auch die Produktauszeichnung im Fashionsegment funktionieren. Unabhängig davon sind die Bödekers, was die Sortimentsgestaltung angeht, pragmatisch: Es gibt einen eigenen Raum für Kollektionsvorlagen: ein großer Tisch mit Platz für Schuhe, dazu Stühle – fertig. An der Wand hängt ein großes Poster, darauf Peter Bödeker mit erhobenem Zeigefinger und dem Statement auf Pfälzisch: „Gisela! Limit eihalde!“
Dass es zu dem neuen Schuhgeschäft am Rande von Speyer kam, ist eher ein Zufall. Zwar habe man schon seit längerem überlegt, in neue Büros für Einkauf und Verwaltung zu investieren, berichtet Peter Bödeker. Aber akut wurden diese Ideen erst mit einer Entscheidung der Stadt Speyer, die Verkehrsachsen neu zu gestalten – mit, wie es der Händler ausdrückt, verheerenden Folgen für die Frequenzen und den Handel. „Wir wussten, diese Entscheidung wird uns unmittelbar betreffen, wir müssen also aus der Innenstadt raus“, betont der Unternehmer. Von Bödeker bleiben vorerst das Stammhaus in der Fußgängerzone und der Sneakerstore mit Marken wie Adidas, Nike, Puma, On, New Balance und Birkenstock in der Innenstadt. Dafür entschied die Geschäftsführung, am Standort Auestraße zu investieren – „nicht einfach in ein Schuhgeschäft, sondern in einen schönen Ort“, so beschreibt es Peter Bödeker. Das Gebäude ist weitgehend klimaneutral, Photovoltaik-Anlagen sorgen für Strom. Das Regenwasser von den Dächern wird gesammelt. Alles ist durchdacht bis ins kleinste Detail.