Bödeker arbeitet mit den Stadtwerken Speyer zusammen und nutzt die Möglichkeit des Überschuss-Stroms als erstes Unternehmen in der Region. Auf den Dachflächen von Bödeker-Geschäften sind Photovoltaik-installiert worden. Erst im vergangenen Jahr wurden die noch freien Flächen an zwei Standorten um etwa 170 Kilowatt erweitert.
„Insgesamt kommen wir mit den beiden genannten Anlagen auf eine Erzeugung von etwa 180.000 Kilowattstunden im Jahr“, erklärt Christoph Doll, Teamleiter Geschäftskundenvertrieb/Energiehandel bei den Stadtwerken Speyer.
Nicht alles werde jedoch an Ort und Stelle verbraucht. Gemeinsam mit den Stadtwerken Speyer wurde eine Möglichkeit erarbeitet, die Überschussenergie für den Bedarf an anderen Standorten von Bödeker zu nutzen. „Voraussetzung ist, dass eine registrierende Leistungsmessung vorhanden sowie eine Zeitgleichheit gegeben ist“, erklärt der Teamleiter. Erzeugung und Verbrauch müssen sich also immer die Waage halten. Angesichts der analog gestalteten Öffnungszeiten ist das für den Schuhhändler unproblematisch. So kann bewerkstelligt werden, dass auch seine Filialen außerhalb der Domstadt versorgt werden.
Bödeker will auch in anderen Bereichen Energie sparen. So wurde das Schaufenster des Geschäfts in der Speyerer Innenstadt mit dimmbarem Licht versehen. Die Nutzung von Tageslicht und thermische Lüftung gehören zum Konzept bei weiteren Standorten. „Allein im Fashionhaus haben wir 2.000 Neonröhren und die Odenwalddecke von früher eliminiert“, betont Peter Bödeker mit Blick auf den Store für Schuhe und Mode in der Domstadt. „Heute sind wir bei etwa einem Fünftel des damaligen Stromverbrauchs gelandet.“
Inzwischen wurde auch eine Elektroladestation für die Kundschaft auf dem Parkplatz von Bö Fashion installiert. Mit einem E-Transporter für die Innenstadt und einem Hybrid-Pkw wurde beim Fuhrpark der Switch zur Elektromobilität gestartet. Das Unternehmen wartet zudem auf Lkw mit entsprechender Reichweite. „Für das kommende Jahr ist ein Supercharger in Planung“, sagt der Geschäftsmann. Gemeinsam mit den Stadtwerken wolle er die elektrische Ladeinfrastruktur weiter ausbauen.