Michels erklärt, warum es diesen Schritt trotz des Rekordergebnisses im vergangenen Jahr brauche: „Diejenigen, die uns schon kennen, lieben uns. Aber wenn wir uns Studien anschauen, merken wir, dass die Marke noch relativ unbekannt ist – gerade außerhalb von Deutschland. In Deutschland haben wir eine gute gestützte Markenbekanntheit, aber an der ungestützten Markenbekanntheit wollen wir arbeiten.“ Außerdem fehlte bislang die Stringenz in der Kommunikation. Das habe es schwierig gemacht, so schnell Content zu produzieren, wie es im heutigen Wettbewerb notwendig ist. „Das Logo sah überall ein bisschen anders aus. Wir hatten keine Logo-Animation, keinen Sound dazu. Das ist tricky, wenn man jeden Tag Reels produzieren muss“, blickt der Marketingexperte zurück. Die Wortmarke habe eine hohe Wiedererkennbarkeit und wird beibehalten, aber bekommt einen angepassten Look, der zukünftig einheitlicher genutzt werden soll. Sie ist jetzt in einem Himmelblau gehalten – passend zur bayerischen Heimat und zum Gefühl von Freiheit. Dieses soll konsequent in der Bildsprache verwendet werden. Auch die Schriften wurden neu entwickelt. Für ein stringentes Auftreten wurde dabei genau definiert, welche Schrift in welchem Anwendungsfall eingesetzt wird. Als zusätzliches zentrales Element wird das alte, etwas zackige „L“, das früher vor allem auf Skischuhen verwendet wurde, zu einer neuen Bildmarke namens „Un-Compass“ weiterentwickelt. Es symbolisiert, dass jeder seinen eigenen Weg in der Natur findet.
Auch die Corporate Social Responsibility wird mit dem Markenrelaunch generalüberholt. Lowa habe viele Initiativen gestartet, die jedoch nie stark miteinander verbunden oder als Teil der Marke wahrgenommen wurden. Dafür schafft Lowa die neue CSR-Dachmarke Re mit eigenem Logo. Sie umfasst den Reparaturservice, der künftig unter Re-Boot laufen wird, das Upcycling von Produktionsresten unter dem Namen Re-Craft und den Einsatz für nachhaltige und sozialverträgliche Produktionsbedingungen unter dem Namen Re-Frame.