Am 16. und 17. Februar soll in Düsseldorf eine weitere Orderveranstaltung stattfinden. Unter dem Namen „Goodiez“ organisieren Gudrun Fokkens, die die spanische Schuhmarke Lodi in Deutschland vertritt, und Andrea Ristow, Organisatorin der Münchener Schuhmesse Essenz, ein neues Event.
Gegenüber schuhkurier erläutert Gudrun Fokkens die Hintergründe des Vorhabens: „Andrea Ristow und ich haben uns zusammengetan, weil es in der Branche den Wunsch gab, eine Kunden-/Lieferanten-Schnittstelle anderer Art zu organisieren, die dem Zustand unserer Branche dadurch Rechnung trägt, dass die Kosten der Veranstaltung für die Aussteller deutlich reduziert sind. Wir möchten eine Orderveranstaltung bieten, die einen neuen Charakter hat. Es wird dort ein gutes Catering geben, einen DJ und auf Wunsch auch ein Glas Sekt. Wir wollen gute Laune erzeugen.“
Ausdrücklich sei das neue Event keine Messe, so Fokkens weiter: „Wir veranstalten zwei Ordertage. Es ist keine Messe und auch keine Gegenveranstaltung zur Shoes.“ Dabei sei den Organisatoren der Standort Düsseldorf wichtig. Die neue Veranstaltung soll zudem unabhängig von der Essenz in München gesehen werden.
Hauptgrund für das Vorhaben sei die Terminveränderung der Shoes gewesen, so Fokkens weiter. „Anfang Februar ist für viele Unternehmen zu früh. Die Kollektionen sind dann teilweise noch nicht fertig. Auch glauben wir, dass Händler nicht Ende Januar zur Supreme nach Düsseldorf fahren und dann eine Woche später erneut zur Shoes.“
Seit einigen Tagen kursieren Anmeldeunterlagen in der Branche. Aktuell hätten schon einige Marken zugesagt, erklärt Fokkens. Zur Verfügung stehen in den Räumlichkeiten an der Kaiserswerther Straße insgesamt 3.000 qm auf zwei Ebenen. Wie viel Platz die Goodiez-Ordertage tatsächlich bespielen werden, ist derzeit noch offen. Fokkens ergänzt: „Ob diese Veranstaltung einmalig stattfinden oder sich etablieren wird, können wir derzeit nicht sagen. Wir wollen es mit unserem neuen Konzept versuchen.“
Aline Müller-Schade, CEO der Munich Fashion Company (The Supreme Group), vermietet die Räumlichkeiten an der Kaiserswerther Straße an die neue Orderveranstaltung. „Wir haben in Düsseldorf zwei Etagen ganzjährig angemietet und stellen diese Flächen übers Jahr auch anderen Veranstaltern zur Verfügung. So gehen wir jetzt auch bei der geplanten Schuhorderveranstaltung vor.“
Überschneidungen mit der Supreme, die vom 24. bis 27. Januar stattfinden wird, sieht Müller-Schade nicht: „Die Supreme spricht Einkäufer aus dem Modehandel an. Es gibt natürlich auch einige modische Schuhhändler, die dieses Angebot nutzen. Die neue Orderveranstaltung in Düsseldorf sehe ich nicht als Konkurrenz zur Supreme, weil sie andere Kunden, sprich den Schuhhandel, adressiert.“
Die Supreme sei, so Müller-Schade, eine DOB- und HAKA-Plattform für den Modehandel bzw. Boutiquen. „Bei unseren Veranstaltungen in München und Düsseldorf sind auch einige Schuhanbieter dabei; deren Anteil erreicht aber nur etwa 15 bis 20%. Wichtig ist uns, dass es Schuhmarken sind, die vom Modegrad her auch zu unserem Textilangebot passen.“