Rund sechs Wochen nach Eröffnung der Insolvenzverfahren zeichnet sich damit eine erste Richtung für die künftige Aufstellung des bayerischen Schuhfilialisten ab. Die Verfahren über vier Gesellschaften des Unternehmens waren am 30. März beim Amtsgericht Landshut in Eigenverwaltung eröffnet worden. Betroffen sind die Sutor Schuh GmbH, die FJ Trading GmbH, die Happy Lagerverkauf GmbH sowie die Sutor GmbH & Co. KG.
Nach den bestätigten Informationen soll der Großteil des stationären Netzes bestehen bleiben. Gleichzeitig soll die Standortstruktur bereinigt werden. Genannt werden unter anderem bereits geschlossene beziehungsweise zur Schließung vorgesehene Standorte in Regensburg, im Landshuter Industriegebiet, München-Moosach, Pfarrkirchen, Zwiesel und Kolbermoor. Auch das Zentrallager in Landshut steht auf der Liste der Maßnahmen. Die beiden Landshuter Innenstadtstandorte, darunter das Stammhaus, sollen dagegen weitergeführt werden.
Die Sutor-Gruppe war zu Jahresbeginn vom Berliner Unternehmer Steffen Liebich übernommen worden. Die Eigenverwaltung ermöglicht es der Geschäftsführung, den Geschäftsbetrieb zunächst fortzuführen, während das Verfahren durch einen Sachwalter begleitet wird. Der zuständige Rechtsanwalt ist Oliver Schartl. Ziel des Verfahrens ist die Sanierung und Neuaufstellung der Unternehmensgruppe.