Wie zuerst Bloomberg berichtete, prüft der chinesische Konzern Anta Sports demnach eine Übernahmeofferte für den Adidas-Rivalen Puma. Anta Sports hält bereits Marken wie Fila und den Outdoor-Spezialisten Jack Wolfskin. Neben Anta werden in dem Bericht auch der chinesische Wettbewerber Li Ning sowie der japanische Sportartikelhersteller Asics als weitere mögliche Interessenten genannt. Ein Einstieg bei Puma könnte die internationale Expansion des chinesischen Konzerns weiter vorantreiben und seine Position im globalen Wettbewerb gegenüber Nike und Adidas stärken.
Als entscheidende Hürde gilt den Berichten zufolge die Bewertungserwartung der französischen Milliardärsfamilie Pinault. Über ihre Holding hält sie knapp 30 % der Puma-Anteile und übt damit erheblichen Einfluss auf die weitere strategische Ausrichtung aus. François-Henri Pinault habe die Beteiligung in der Vergangenheit als „interessant, aber nicht strategisch“ beschrieben und sich alle Optionen offengehalten. Ein Kommentar der beteiligten Unternehmen zu den aktuellen Spekulationen liegt bislang nicht vor.
An der Börse reagierte die im MDax notierte Puma-Aktie zeitweise mit einem Kurssprung von rund 14 % zu Handelsbeginn. Zuvor war der Kurs in diesem Jahr stark unter Druck geraten und hatte sich von einem früheren Rekordniveau von etwas mehr als 115 Euro je Aktie auf zeitweise rund 15,30 Euro entfernt, womit die Marktkapitalisierung auf ungefähr 2,5 Mrd. Euro sank.
Parallel dazu kommt Anta Sports laut Marktangaben aktuell auf eine deutlich höhere Börsenbewertung im zweistelligen Milliardenbereich. Offizielle Übernahmeangebote liegen derzeit nicht vor.