9 von 10 Geschäftsführern und Vorständen (90 Prozent) in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern sagen, dass die Digitalisierung für das eigene Unternehmen eher Chancen biete, nur 7% sehen sie vor allem als Risiko. Damit hat sich die digitalisierungsfreundliche Stimmung verglichen mit dem Vorjahr noch einmal leicht gesteigert (88 bzw. 10%). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.010 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die heute auf der CeBIT in Hannover vorgestellt wurde. Gleichzeitig haben sich deutlich mehr Unternehmen mit der Digitalisierung beschäftigt. Eine eigene Digital-Strategie gibt es inzwischen in drei Viertel der Unternehmen (76%), vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 63%. Entsprechend gelassen gehen die Unternehmen inzwischen mit der Digitalisierung um. Nur noch jeder Zweite (55%) hält die Digitalisierung für eine große Herausforderung für das eigene Unternehmen, vor zwei Jahren waren es noch 70% gewesen. Und nur noch jeder neunte Befragte (11%) glaubt, dass die Digitalisierung die Existenz des eigenen Unternehmens gefährdet. Vor zwei Jahren lag der Anteil mit 19 Prozent noch fast doppelt so hoch.
Jedes zweite Unternehmen (55%) hat infolge der Digitalisierung bestehende Produkte oder Dienstleistungen angepasst, 4 von 10 (39%) haben neue entwickelt und auf den Markt gebracht. Offenbar mit Erfolg: 45% der Unternehmen geben an, dass sie durch die Digitalisierung neue Kunden gewinnen konnten. Vor einem Jahr sagten dies erst 38%. „Die Unternehmen machen sich die Digitalisierung zu Nutze – mit Erfolg“, sagte Dirks. Eine zentrale Herausforderung bleibt für die Unternehmen der Mangel an Fachkräften und Mitarbeitern mit Digitalkompetenz. „Bildung ist der Schlüssel für die digitale Transformation, für künftiges Wachstum und für Wohlstand – und für die Teilhabe jedes Einzelnen an der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. „Die deutsche Wirtschaft hat für die Gestaltung der digitalen Transformation eine gute Ausgangsposition. Aber das wird kein Selbstläufer.“