Peter Bangelmeier entstammt einer Schuhhändlerfamilie. Seine Großmutter
eröffnete 1937 als sehr junge Frau ein Schuhgeschäft an der Landstraße 34 in Linz – mit 20 qm. Im Laufe der Jahre mietete und kaufte die Unternehmerin jede freiwerdende Fläche im Haus für ihr Geschäft dazu. Der Laden wuchs und wurde in Linz zur Institution. Peter Bangelmeier fuhr als Kind auf dem Karussell in der Kinderschuhabteilung im ersten Obergeschoss. Als Jugendlicher half er im Laden aus und begleitete seine Familie zu Messebesuchen. Dann zog es ihn in die Welt. In seiner beruflichen Laufbahn blieb er aber den Schuhen verbunden: Er sammelte Erfahrungen in Vertrieb und Retail bei Högl, Stuart Weitzman, Peter Kaiser und Heschung.
Bis ins Jahr 2020. Das Jahr, das alles verändern sollte. Die Familie Eiler rang sich dazu durch, das Unternehmen nach vielen Jahrzehnten zu schließen. Das Schuhgeschäft wurde damals von Bangelmeiers Cousinen geführt; die anhaltenden Schwierigkeiten im Einzelhandel führten zu der Entscheidung, das Unternehmen zu liquidieren. Man übertrug dem Enkel der Gründerin die Abwicklung – im Vertrauen darauf, dass er genügend emotionale Distanz mitbringen würde. Bangelmeier veräußerte die verbliebenen Anteile an der Immobilie und kündigte alle notwendigen Verträge. Kündigungsfristen zwangen ihn zum Warten – und genau diese Zeit nutzte er. Diese Zeit nutzte er, um sämtliche Strukturen genau zu durchleuchten. Dabei reifte in ihm der Gedanke, dass das beschlossene Ende vielleicht doch ein Anfang sein könnte. Und er verspürte Lust, es selbst als Händler zu versuchen.
Das Ergebnis: der eiler im Herzen von Linz. Ein Haus mit Seele – jede Fläche liebevoll gestaltet, durchdacht, mit Gespür für Stil und Atmosphäre. Premium-Sneaker und Luxus-Damenschuhe finden sich hier ebenso wie Modelle im mittleren Preissegment.
Peter Bangelmeier glaubt an sein Konzept: „Wir haben ein einzigartiges Sortiment. Wir können Service bieten und haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wirklich verkaufen können. Das ist der Grund, warum ich das alles gemacht habe.“