Mit einem Plus von 12,5% auf 52,74 Mrd. Euro ist der Brutto-Umsatz im Onlinehandel im Jahr 2016 deutlich zweistellig gewachsen. Der gesamte Online- und Versandhandel übersprang erstmals die Grenze von 70 Mrd. Euro Brutto-Umsatz und steht inzwischen für fast 13% des gesamten Einzelhandelsvolumens. Das geht aus der Studie ’Interaktiver Handel in Deutschland – Die Entwicklung des Online-und Versandhandels‘ hervor, deren Ergebnisse der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) vorgestellt hat.
Die vom BEVH insgesamt vertretenen Unternehmen der Branche des interaktiven Handels können auf ein gesundes Wachstum von 10,8% und ein gestiegenes Brutto-Umsatzvolumen von 72,4 Mrd. Euro zurückblicken. Dabei hat sich der Online-Handel als der herausragende Wachstumstreiber gegenüber dem klassischen Versandhandel gezeigt. Er konnte auch im vergangenen Jahr den Aufwärtstrend fortsetzen und kräftig zulegen. Der Umsatz mit Waren und Dienstleistungen via Internet stieg auf 66,9 Mrd. Euro. Dabei weist zunehmend der Bereich Dienstleistungen starke Wachstumsraten auf. Hier stiegen die Brutto-Umsätze im Jahr 2016 deutlich um 17,8%, der akkumulierte Warenumsatz um 12,5%.
Das Geschäftsjahr 2016 hat dem E-Commerce stabile Umsätze in traditionell starken Warengruppen wie Bekleidung (11,16 Mrd.), Elektronikartikel und Telekommunikation (8,74 Mrd.), Computer, Zubehör, Spiele und Software (ca. 3,68 Mrd.), Schuhe (3,58 Mrd.) oder auch im Gesamtbereich Möbel, Lampen und Dekoration (3,19 Mrd.) beschert. Diese Bereiche sind nach wie vor die umsatzstärksten. Deutliches Wachstum weisen aber auch bisher eher umsatzschwächere Warensegmente auf wie der Bereich Lebensmittel bzw. Waren des täglichen Bedarfs. Hier schlägt 2016 ein Umsatzplus von 26,7% zu Buche.
BEVH rechnet in 2017 mit zweistelligem Umsatzplus
Mit den guten Geschäftsergebnissen des Jahres 2016 im Rücken, erwartet der BEVH in diesem Jahr für den interaktiven Handel insgesamt ein Wachstum von 8% auf ca. 61,7 Mrd. Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der Verband erneut mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11% auf rund 58,5 Mrd. Euro.