Die Frasers Group hat laut einer bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Mitteilung rund 16,6 Mio. Class-A-Aktien von Under Armour übernommen. Dies entspricht einem Anteil von 8,78 % an dem US-Sportartikelanbieter.
Under-Armour-Gründer und CEO Kevin Plank behält dennoch die Kontrolle über das Unternehmen. Er besitzt sämtliche Class-B-Aktien und verfügt dadurch über rund 65 % der Stimmrechte. Sein wirtschaftlicher Anteil an Under Armour liegt bei etwa 12 %.
„Wir freuen uns, Frasers Group als strategischen Aktionär bei Under Armour willkommen zu heißen, neben anderen bedeutenden langfristigen Aktionären, darunter Fairfax/Hamblin Watsa und BDT/MSD“, sagt Plank. „Wir schätzen ihre Unterstützung und konzentrieren uns weiterhin darauf, unsere Strategie umzusetzen und langfristigen Wert für alle Aktionäre zu schaffen. Wir freuen uns darauf, unsere Beziehung zu Frasers sowohl als Aktionär als auch als wichtigen Handelspartner weiter auszubauen.“
Der Einstieg erfolgt in einer wirtschaftlich schwierigen Phase für Under Armour. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sank der Umsatz um 3 % auf 1,10 Mrd. US-Dollar. In Nordamerika gingen die Erlöse um 9 % auf 610 Mio. US-Dollar zurück, während das internationale Geschäft um 5 % auf 490 Mio. US-Dollar zulegte. Der Großhandelsumsatz sank um 2 % auf 638 Mio. US-Dollar, das Direct-to-Consumer-Geschäft verlor 6 % und erreichte 437 Mio. US-Dollar.
Umsatzentwicklung nach Kategorien:
Bekleidung: – 2 % auf 734 Mio. US-Dollar
Schuhe: – 8 % auf 245 Mio. US-Dollar
Accessoires: – 4 % auf 96 Mio. US-Dollar
Die von Mike Ashley kontrollierte Frasers Group ist dafür bekannt, Beteiligungen an Unternehmen in schwierigen Situationen aufzubauen. Anfang 2026 hatte der Konzern bereits 5,77 % an Puma erworben und ist damit nach Anta Sports zweitgrößter Anteilseigner des deutschen Sportartikelherstellers.