Die Bestnote für die Gesamtattraktivität geht an Leipzig. Die größte Stadt im Freistaat Sachsen belegt damit sowohl bei den Städten mit über 500.000 Einwohnern als auch insgesamt den ersten Platz. Dahinter folgen Erfurt (200.000 bis 500.000 Einwohnern, Heidelberg (100.000 bis 200.000 Einwohner), Hilden (50.000 bis 100.000 Einwohner), Wismar (25.000 bis 50.000 Einwohner) und Quedlinburg (bis 25.000 Einwohner).
Doch auch wenn die Innenstädte mit zunehmender Größe tendenziell besser bewertet werden, handelt es sich bei den Top-Performern keineswegs nur um pulsierende Metropolen. Innerhalb einzelner Kategorien machen auch kleinere Kommunen wie Westerstede, Güstrow oder Bernkastel-Kues mit Noten im oberen Bereich das Rennen.
Der Schlüssel für eine attraktive Innenstadt? Ambiente und Flair!
Aus der Studie ’Vitale Innenstädte 2016‘ geht hervor, dass der stärkste Einfluss vom Ambiente und Flair einer Stadt ausgeht – gefolgt vom Einzelhandel und dem Freizeitangebot.
Im Bereich Ambiente und Flair hat die historische Stadt Quedlinburg die Topnote von den befragten Passanten erhalten und sich so gleichzeitig in der Ortgrößenklasse bis 25.000 Einwohner die beste Bewertung für die Gesamtattraktivität gesichert. Ähnlich sieht es bei den restlichen Gewinnerstädten aus: Alle Städte, die in ihrer Größenklasse die beste Note für die Gesamtattraktivität erhalten, liegen auch was das Ambiente und Flair angeht weit vorne und vice versa. Möchte man die Gesamtattraktivität einer Innenstadt steigern, gilt es also bei Ambiente und Flair anzusetzen. Hier können Handel und Städte eine Vielzahl an Maßnahmen ergreifen, um den Innenstadtbesuch reizvoller zu machen – die Besucher werden es zu schätzen wissen!
Innenstadt versus Internet?
Fast jeder fünfte der Befragten gab bei der Umfrage des IfH Köln an, dass er durch die Nutzung von Onlineshopping seltener die Innenstadt besucht. Betrachtet man aber die einzelnen Branchen, zeigt sich ein anderes Bild. In fast jeder Branche machen die Befragten, die ihrer Innenstadt treu bleiben und in dortigen Geschäften einkaufen, den größten Anteil aus. Interessanterweise folgen auf Platz zwei nicht wie erwartet die Internetkäufe, sondern die Geschäfte anderer Städte. Eine Ausnahme bilden hier Unterhaltungselektronik und Telekommunikation. Was die restlichen Branchen angeht, kann man festhalten, dass die größte Konkurrenz für eine Innenstadt nicht vom Onlineangebot, sondern von anderen Städten ausgeht. Eine Tatsache, der sich vor allem kleine und mittelgroße Städte stellen müssen, da die Tendenz in anderen Städten einzukaufen mit zunehmender Ortsgröße kleiner wird. Der kommunale Wettbewerb entscheidet.