Nach Einschätzung des Verbands belasten die verhaltene Verbraucherstimmung sowie steigende Kosten den Einzelhandel weiterhin stark. „Die Lage im Einzelhandel ist dramatisch. Seit Jahren kommt die Verbraucherstimmung nicht richtig in Schwung, das hinterlässt tiefe Spuren in der Branche und in den Innenstädten. Die Bundesregierung hat den großen Reformbedarf richtig identifiziert und ist erste Schritte gegangen“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.
Von Preen fordert insbesondere Reformen bei Einkommensteuer und Rentensystem. Gleichzeitig warnt er vor zusätzlichen Belastungen für mittelständische und inhabergeführte Unternehmen. Bei einer Reform der Einkommensteuer dürften Personenunternehmen nicht stärker belastet werden, da diese die Einkommensteuer als Unternehmenssteuer entrichten.
Auch bei möglichen Änderungen im Sozialsystem fordert der HDE, Minijobs zu erhalten. Nach Verbandsangaben arbeiten rund 800.000 Minijobber im Einzelhandel. „800.000 Minijobber im Einzelhandel und viele Unternehmen in der Branche sind auf einen vernünftigen und zukunftssicheren Umgang mit dieser Beschäftigungsform angewiesen. Da sollte die Politik nicht mit den Lebensmodellen vieler Menschen spielen“, so von Preen.
Darüber hinaus spricht sich der Verband für eine Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen aus: „Die Kosten müssen insgesamt runter. Für viele Handelsunternehmen sind die steigenden Kosten für Arbeit, Energie und Bürokratie ein echter Giftcocktail. Da muss die Bundesregierung ein schnell wirkendes Gegengift verabreichen.“