Wie ist die Resonanz auf die European Shoeshow?
Wir sind überrascht von den positiven Reaktionen. Aktuell gibt es über 100 Anfragen und rund 30 Anmeldungen. Angesichts der Tatsache, dass wir erst seit sechs Wochen aktiv am Markt sind, ist das ein sehr befriedigender Zwischenstand. Insgesamt rechnen wir mit 150 bis 200 Ausstellern, je nach Standgrößen. Aktuell gilt jedoch eine Begrenzung auf 40 qm. Diese werden wir restriktiv einhalten.
Braucht die Schuhbranche eine weitere Messe?
Das wird letztlich der Markt beantworten. Die Nachfrage zeigt uns aber, dass viele Akteure in der Branche eine Ordermesse im März bzw. September vermissen. Wir treten mit dem Anspruch an, dem Händler ein Angebot zu zeigen, mit dem er sich differenzieren kann. Wir wollen Lieferanten zeigen, die nicht breit im Markt vertreten sind.
Warum sollten Schuhhändler künftig nach Köln fahren – und nicht weiterhin nach Mailand, München, Mainhausen oder in das nächstgelegene SOC?
Der Handel wird auch weiterhin mehrere Messen besuchen, um sich über das Angebot zu informieren. Die European Shoeshow verfügt jedoch mit dem Standort Köln über einen sehr interessanten Vorteil für Händler aus NRW und Benelux, denen die Reise nach München bislang zu weit war oder die sich in Mainhausen nicht zuhause gefühlt haben, weil sie kein ANWR-Mitglied sind.
Geplant ist eine neutrale Orderplattform. Wie hilfreich ist in diesem Sinne die Unterstützung durch GMS?
In der Tat unterstützt die GMS unsere Veranstaltung. Allerdings betonen die Verantwortlichen immer wieder, dass die European Shoeshow offen für alle Händler sein soll. Im Übrigen würde es mich natürlich auch freuen, wenn die anderen Verbundgruppen ihren Mitgliedern ebenfalls einen Besuch unserer Veranstaltung empfehlen würden – aber das ist wohl vorerst nicht zu erwarten.
Die European Shoeshow wird also nicht die neue GDS?
Nein. Es gibt die GDS ja auch weiterhin und es braucht auch keine weitere Veranstaltung dieser Art. Die GDS muss ihren Weg gehen und wir unseren.