Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Oktober 2026 deutlich verschlechtert. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Der Wert liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Eine Belebung des privaten Konsums zeichnet sich trotz einer verbesserten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung derzeit nicht ab.
Vor allem die rückläufige Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher dämpft die Erwartungen für das letzte Quartal und das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Auch die Einkommenserwartungen haben sich spürbar eingetrübt. Die Befragten rechnen mit einem Rückgang ihres verfügbaren Einkommens. Als Belastungsfaktoren nennt der HDE die zuletzt gestiegenen Energiepreise und die hohen Spritpreise. Zudem erwarten die Verbraucher weiterhin eine steigende Inflationsrate. Bei der Sparneigung zeigt sich hingegen eine leichte Entspannung: Für die kommenden Wochen planen die Befragten nicht, noch mehr Geld zurückzulegen.
Auch die Konjunkturerwartungen sind gegenüber dem Vormonat gesunken. Damit fällt die Einschätzung der Verbraucher pessimistischer aus als die von Wirtschaftsforschungsinstituten und Unternehmen, die zuletzt etwas positiver auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung blickten.
Das monatlich erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer Befragung von 1.600 Personen zu Anschaffungs- und Sparneigung, finanzieller Situation sowie weiteren konsumrelevanten Faktoren. Es wird vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag des HDE erstellt und bildet die erwartete Verbraucherstimmung für die kommenden drei Monate ab.