Das Gericht in Verona hat den vom Unternehmen vorgelegten Sanierungsplan im Rahmen eines „concordato preventivo in continuità diretta“ bestätigt. Damit kann das Unternehmen aus Colà di Lazise bei Verona seine Geschäftstätigkeit auf Grundlage des Restrukturierungsplans fortführen. Als nächsten Schritt sucht Olip nun einen neuen CEO. Das berichtet das italienische Fachmedium La Conceria.
Das italienische „concordato preventivo“ ist ein gerichtliches Verfahren zur Restrukturierung von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Bei der Variante „in continuità“ steht die Fortführung des operativen Geschäfts im Mittelpunkt. Mit der gerichtlichen Bestätigung – der sogenannten „omologazione“ – wird der mit den Gläubigern vereinbarte Restrukturierungsplan verbindlich.
Olip Italia war 2025 in das Verfahren gegangen und hatte in der Folge eine umfassende Restrukturierung eingeleitet. Mit der nun erfolgten gerichtlichen Bestätigung ist die entscheidende Phase des Sanierungsverfahrens abgeschlossen.
Olip Italia wurde 1972 von den Brüdern Pierino und Davide Oliosi gegründet. Zum Unternehmen gehören die beiden Schuhmarken A.S.98 und Mjus, die auch aktuell unverändert unter dem Dach von Olip Italia geführt werden. Neben dem Stammsitz in Colà di Lazise verfügt Olip über eine eigene Produktionsstruktur in Bosnien-Herzegowina.