Die neu gegründete Onygo Retail GmbH hat 19 der zuvor 28 Onygo-Standorte übernommen. Zuerst hatte die Zeitschrift Textilwirtschaft darüber berichtet. Im Oktober 2023 hatte Deichmann angekündigt, das auf eine weibliche Kundschaft ausgerichtete Sneaker- und Streetwearkonzept bis zum Sommer 2024 einstellen zu wollen: „Nach einer umfänglichen Prüfung verschiedenster Optionen haben wir uns mit großem Bedauern bereits Ende August dazu entschieden, den Geschäftsbetrieb des Vertriebskonzepts Onygo mit aktuell 28 Filialen bis spätestens zum 31. August 2024 einzustellen“, hieß es seinerzeit aus Essen. Trotz erheblicher und jahrelanger Investitionen auch während und nach der Corona-Pandemie habe man feststellen müssen, „dass unser auf eine junge modische Kundin ausgerichtetes Geschäftsmodell leider langfristig nicht wirtschaftlich zu betreiben ist.“ Das Wettbewerbsumfeld werde von sehr starken und internationalen Ketten dominiert.
Der ehemalige Görtz-CEO Frank Revermann glaubt offenkundig an das Konzept, das auf Marken wie Nike, Adidas, Dr. Martens, Puma, Converse und der Eigenmarke Onygo fußt: Die neue Onygo Retail GmbH hat die ehemalige Onygo SE mit 19 Standorten übernommen – inklusive Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten in den Filialen, Warenbestand, Mobiliar und Ladenbau.
Bei Deichmann zeigt man sich erfreut: „ Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung. Sie bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den entsprechenden Standorten eine aussichtsreiche Perspektive. Wir haben uns die Entscheidung zur Einstellung des Konzepts Onygo seinerzeit nicht leicht gemacht. Im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Beschäftigten haben wir sämtliche Optionen ausgelotet, um Schließungen von Shops bestmöglich vermeiden zu können. Dass es uns hier für über zwei Drittel der Filialen gemeinsam mit der Onygo Retail GmbH gelungen ist, ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten“, teilt das Essener Unternehmen auf schuhkurier-Anfrage mit.